Reisebericht: Mit dem Mietwagen durch Peru!

Unsere QUER DURCH PERU-Leser Susanne und Erny waren 2017 mit dem Mietwagen zwei Wochen in Südperu unterwegs. Ganz auf eigene Faust sind die beiden von Cusco über Puno, den Colca Canyon, Arequipa, Nasca und Paracas bis nach Lima gefahren und haben während dieser 14-tägigen Reise Tagebuch geführt. In diesem Artikel geben sie uns einen Einblick in ihr Reisetagebuch und berichten von grünen Tälern, Alpaka-Herden, freundlichen Begegnungen, netten Menschen, gutem Essen, aber auch fehlenden Tankstellen, chaotischen Straßenführungen und korrupten Polizisten. Sicherlich ein sehr authentischer Bericht für alle, die selbst mal eine Reise mit dem Mietwagen durch Peru planen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! 


Hinter QUER DURCH PERU steht kein großer Verlag, sondern zwei verrückte Menschen, die Peru lieben und leben. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Reisenden ist uns sehr wichtig, darum haben wir eine große Reise-Community bei Facebook aufgebaut. Hol‘ dir noch heute unser Taschenbuch oder das E-Book und sichere dir den Zugang zu unserer exklusiven Reise-Community bei Facebook!


So haben wir unsere Reise im Mietwagen durch Peru vorbereitet:

 

Wir haben ein Ziel auf unserer Bucket-List. Eigentlich eins von vielen … Einmal zum Machu Picchu. Unsere Idee wird über die Zeit konkreter und wir schauen uns Rundreisen durch Peru an, um ein Gefühl für Ablauf und Entfernungen zu bekommen. Man hat mehrere Optionen, aber nur eine kommt für uns in Frage: Wir fahren nicht in einer Reisegruppe und auch nicht mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln. Aus dem Alter sind wir raus. Wir schlafen auch nicht in Hostels und wir wollen wie immer mit dem Mietwagen reisen. An die Jahreszeit sind wir ja gebunden. Ab Mitte November können wir starten. Dann hat in Peru schon die Regenzeit angefangen. (Lesetipp: Was ist die beste Jahreszeit für Peru?) Also zuerst zum Machu Picchu, bevor es dort nur noch regnet. Im Nachhinein vielleicht doch nicht so schlau, weil man vom Meeresspiegel auf über 3.500 m kommt.  Aber da müssen wir durch. Wir arbeiten eine Reiseroute mit Hilfe eines Reiseführers und Routen im Internet für uns aus, buchen unsere Flüge und einen Inlandsflug. Das Auto und 2 Hotels (weil es mehr nicht gab) buchen wir über unser Reisebüro. Mit der Einwegmiete ist das Auto nicht ganz günstig. Wir möchten aber nicht auf einen 4WD verzichten und nehmen es als gegeben hin. Ich versuche noch flott mit Hilfe einer App ein paar Brocken Spanisch zu lernen, es wird wohl reichen, sodass wir nicht verhungern müssen. Unseren Ausflug zum Machu Picchu buche ich mit Hilfe einer Agentur in Cusco. Juan Carlos macht gute Arbeit. Wir haben nur Mastercards und den Eintritt, die Zug- und Busfahrt kann man nur mit VISA buchen. Er organisiert uns noch einen Guide für den Tag am Machu Picchu. Nach und nach reserviere ich die Hotels. Netterweise schicken So ziemlich alle eine E-Mail, ob wir vom Busbahnhof abgeholt werden möchten. Brauchen wir nicht, wir haben wir ja ein Auto. Wir bekommen sogar eine E-Mail vom Hotel in Ollantaytambo auf Deutsch. Der Besitzer freut sich, die ersten Sauerländer in seinem Hotel begrüßen zu können: Karl-Heinz aus Düdinghausen. Ca. 25 km von uns entfernt. Wir mailen hin und her und Kalle gibt uns wertvolle Tips über Land und Leute. Ich frage ihn, ob er einen Wunsch aus der Heimat hat. Ja, Veltins-Bier. So reisen später 5 Dosen frisches Veltins mit uns im Gepäck. Nach ein paar Impfungen nachdem Erny noch schnell am Herz operiert wird, kann es losgehen: Peru, wir kommen!

 

 

Logbuch unserer Rundreise mit dem Mietwagen durch Peru:

 

 

22.11.2017 – Tag 1 Abflug!

 

Wir stehen mitten in der Nacht auf und fahren um 3.00 Uhr gen Düsseldorf. Unser Flug geht mit KLM um 8.15 Uhr nach Amsterdam. Gegen 6.00 Uhr  treffen wir den Valet-Parking-Mann, der unser Auto übernimmt. Klappt immer gut, wir haben das schon öfters gemacht. So muß man nicht noch früher aufstehen, um zum Parkplatz zu fahren. Bei einem frühen Flug sehr angenehm.

In Amsterdam haben wir bis 12.35 Uhr Zeit für den Weiterflug nach Lima. Zeit genug, um erstmal zu frühstücken. Dann ist boarding. Wir haben Plätze in der Economy Comfort Class. Beinfreiheit ohne Ende, aber breiter hätte ich nicht sein dürfen, sonst hätte ich nicht in den Sitz gepaßt. Ich bin festgekeilt und rutsche so wenigstens nicht raus… 13 Stunden können ganz schön lang sein. Die Filme sind nicht der Knaller, also lese ich viel und schlafe ein bisschen.

Die Einreise in Peru ist schnell gemacht und die Koffer auch bald da. Während ich auf die Koffer warte, melkt Erny schon mal einen der Geldautomaten, die praktischerweise an den Kofferbänder sind. Als wir rauskommen, stehen gefühlte 1.000 Leute in der Ankunftshalle. Viele mit Schildern von Hotels und Fahrunternehmen. Aber auch die komplette Verwandtschaft, um Familienangehörige abzuholen. Für uns sollte auch so ein Schild da sein. Mit dem Hotel war eine Abholung vereinbart. Wir laufen 3x den Spalier auf und  ab. Man hält uns freudig die Schilder entgegen. Nichts. Irgendwie müssen wir in die Stadt. Erstmal raus. Wie Motten ums Licht umschwärmen uns die Taxifahrer. Wir entscheiden uns für einen seriös wirkenden jungen Mann im schwarzen Anzug, der am penetrantesten an unseren Fersen hängt. Hat er sich verdient. $30 kostet die Fahrt in den Stadtteil Miraflores. Hier werden wir zum ersten mal Zeuge der sagen wir mal kreativen Fahrweise der Peruaner. Noch lachen wir, in ein paar Tagen sind wir Teil dieses Verkehrs-Chaoses.

Dann sind wir im Hotel. Das Dazzler in Miraflores. Man sagt uns, unser Fahrer wartet noch am Flughafen. Ich erkläre genervt, daß wir ein öfteres an den Wartenden vorbei gegangen sind und niemand dort mit einem Schild gewartet hat. Zur Entschädigung bekommen wir die Fahrt zurück zum Flughafen kostenlos. Geht doch.

Das Zimmer ist schön groß und wir können am nächsten Morgen über die Dächer von Miraflores bis zum Meer blicken. Im Hotelrestaurant essen wir noch eine Kleinigkeit, trinken unseren Begrüßungs-Pisco Sour und gehen dann ins Bett. Gute Nacht, Lima!

 

Miraflores in Lima

Das Häusermeer von Lima

 

23.11.2017 – Tag 2: Streifzug durch das historische Zentrum von Lima

 

Wir wachen um 5.30 Uhr. Jetlag sei Dank. Wir dösen und lesen noch und sind um 8.00 Uhr frühstücksbereit. Ein schönes Frühstücksbuffet erwartet uns.

Erny ist der Map-Man.  Die Altstadt von Lima steht auf unserem Programm für heute. Wir entscheiden uns, die 5km zu Laufen, so sehen wir auch etwas von der Stadt. Es ist bewölkt wie wohl oft in Lima. Joggingschuhe an, Jacke brauchen wir nicht, dann geht’s los. Eher zufällig kommen wir an den Ausgrabungen einer Ziegelpyramide vorbei. Wir wollen ja in die Altstadt und gehen nicht rein. Wir laufen und laufen. Und werden ständig von Taxi-Fahrern angehubt, denn hier laufen sonst keine Touristen. Die Wolken verziehen sich, die Sonne kommt raus und brennt auf unserer Haut. Wir laufen und laufen. Brennend heißer Wüstensand… Nein, nur Asphalt, aber das reicht.

Nach 5 km immer noch keine Altstadt in Sicht. Die Entscheidung fällt nicht schwer ein Taxi zu nehmen. Wir schauen, daß wir nicht ein allzu Abgewracktes anhalten. Übrigens sind in den Städten ca. 90% der Fahrzeuge Taxen. Mit dem fahren wir immer noch 15 Minuten, bis wir unser Ziel erreicht haben. Wir lassen uns zum Plaza Mayor oder Plaza de Armas, das Herzstück jeder peruanischen Stadt, fahren. Auf dem Weg dorthin bekommen wir vom Taxifahrer die Plätze und Gebäude erklärt.

Hier gründete Francisco Pizarro im Jahr 1535 Lima und somit ist die Plaza Mayor der älteste Platz der StadtHier befindet sich die Kathedrale, der Palast des Bischofs und der Präsidentenpalast. Alles sehr schön anzusehen. Vor allem die hölzernen Balkone, die für Limas Altstadt bekannt sind. Hier ist viel los. Touristen, Schulklassen, Händler, Fotografen. Es gibt viel zu sehen.

Zeit für Mittagessen: Wir landen in einem Restaurant, in dem nur Einheimische sind. Ich ermuntere Erny Ceviche zu testen. Das ist roher Fisch in Zitrone mariniert. Ich esse Hähnchen, ich riskiere nichts, probiere aber den Fisch. Nicht ganz so unser Fall, aber immerhin haben wir es getestet.

Wir schlendern weiter durch die Straßen und erreichen die Plaza San Martin. 1998 wurde der Platz zum Weltkulturerbe UNESCO ernannt. Es ist ein schöner Platz mit wichtigen Gebäuden und Denkmälern. In der Mitte steht ein  Denkmal für den Befreier von Peru, José de San Martin. Wir sitzen auf einer der zahlreichen Bänke und schauen uns das Treiben an.

Nachdem wir auch die Plaza Grau mit den vielen, hübschen kolonialen Gebäude bestaunt haben, fahren wir mit dem Taxi für umgerechnet 5 € zurück ins Hotel um dort die Füße hochzulegen und unseren Sonnenbrand zu pflegen. Den Abend lassen wir draußen im Innenhof unseres Hotels bei einem leckeren Abendessen und einem Schlummertrunk ausklingen. Gute Nacht, Lima!

 

Im historischen Zentrum von Lima

Im historischen Zentrum von Lima


Plaza de Armas in Lima

Plaza de Armas in Lima


Plaza de Armas in Lima

Plaza de Armas in Lima


Im historischen Zentrum von Lima

Im historischen Zentrum von Lima


Menschen Lima, Peru

„Limeños“ – das sind die Einwohner von Lima


Parque de Amor in Miraflores, Lima

Parque de Amor in Miraflores, Lima

 

24.11.2017 – Tag 3: Auf in die Stadt der Inka – Unsere Reise im Mietwagen durch Peru kann beginnen!

 

Nach dem Frühstück packen wir zusammen und ein Fahrer des Hotels bringt uns zum Flughafen. Hier haben wir eine Stunde Verspätung, bevor es mit LATAM nach Cusco geht. LATAM war zwar der teuerste Flug, aber die sollen zuverlässig sein. Die anderen sind günstiger, aber fliegen auch schon mal nicht. Der Flug dauert nicht lange, ca. 1 Stunde. Cusco liegt in Bergen und der Flieger schraubt sich runter zum Flughafen. Ich mag dieses im Kreis fliegen nicht und bin froh als wir festen Boden unter den Füßen haben. Hier steht jemand von der Autovermietung mit einem Schild mit unseren Namen drauf. Unsere Reise im Mietwagen durch Peru kann beginnen! Er hat uns in unserem Auto abgeholt und fährt uns nun ins Büro von Europcar. Wir haben einen Mitsubishi Outlander mit 280 km auf dem Tacho. Am Ende der Reise hat er 2400 km mehr. Im Büro sitzen zwei Frauen, die ein wenig überfordert mit unseren Formularen, aber dennoch sehr nett sind. Als wir fertig sind, machen sie Feierabend. Wir stehen auf dem Hinterhof und speisen unser mitgebrachtes Navi mit der Hoteladresse.

Dann geht es los. Erny versucht sich der Fahrweise der Peruaner anzupassen. Cusco ist nicht Lima und die Autos fahren nicht ganz so chaotisch. Nach 100 Metern auf der Straße sehe ich durch Zufall unser Hotel: Das Sonesta Hotel. Das Navi wollte scheinbar noch eine Stadtrundfahrt. Das Hotel hat keine eigenen Parkplätze, also checke ich ein und lasse mir erklären, wo Erny das Auto parken kann, einmal um den Block sind kostenpflichtige und hoffentlich bewachte Parkplätze. Ich warte in der Lobby. Mir wird etwas schwindelig und ich bekommen sofort Coca-Tee: Die Höhe macht sich bemerkbar. Im Notfall steht auch eine Sauerstoff-Flasche bereit.

Nach einer kleiner Pause machen wir uns auf den Weg in die historische Innenstadt: Zum Plaza de Armas, vorbei an dem Justizpalast und einigen Museen.  In Cusco ist es wirklich in Laufnähe.        

Wir sind auf fast 3.500 m Höhe und selbst eine kleine Steigung läßt mich nach Luft ringen. Bergauf ist sowieso nicht meine Stärke, aber mit der Höhe ist es noch schlimmer. Zum Mittagessen suchen wir ein Restaurant mit Balkon an der Plaza de Armas und probieren Alpaka-Steak – sehr lecker! Danach laufen wir weiter, lassen uns einfach durch die Straßen und Gassen treiben. Cusco gefällt uns sehr gut! Wir kommen an verschiedenen Plätzen vorbei, bewundern den 12-eckigen Stein in einer Mauer, sehen schöne Kirchen.          

Doch die Höhe macht mir wirklich zu schaffen. Ich habe mittlerweile so starke Kopfschmerzen, daß ich den Kopf kaum bewegen oder auch nur husten kann. In einer Apotheke kaufe ich ein Mittel gegen die Höhenkrankheit und wir gehen zum Hotel zurück, damit ich mich hinlegen kann. Um 19.30 Uhr ist geplant, daß Juan Carlos uns besucht. Bis dahin möchte ich wieder fit sein. Bin ich aber nicht, aber absagen wollen wir auch nicht. Er wartet schon auf uns. Ich habe ihm Christstollen von unserem Bäcker mitgebracht und er freut sich über das Geschenk. Juan Carlos gibt uns noch ein paar Ratschläge für unseren Machu Picchu-Trip. Gut mit Sonnencreme eincremen, Mückenspray auftragen, viel Wasser mitnehmen.  Und für die Höhenkrankheit kein dunkles Fleisch und viel Wasser trinken. Er hat für uns Joel ausgesucht, der jeden Stein dort oben kennt. Er wird uns am  Bahnhof in Aguas Calientes treffen. Mittlerweile geht’s mir schlechter und wir verabschieden uns. Weit komme ich nicht, das Alpaka-Steak will offenbar wieder raus. Die Leute im Hotel kennen das scheinbar und weisen mir schnell die Richtung zu den Toiletten. Ich bin froh wieder auf dem Zimmer zu sein. Gute Nacht, Cusco.

 

In der Inka-Hauptstadt Cusco

In der Inka-Hauptstadt Cusco


Typisches Essen in Peru

Typisches Essen in Peru


Peruanische Getränke

¡Salud!

 

 

25.11.2017 – Tag 4 Fahrt nach Ollantaytambo

 

Wir sind wieder früh wach. Es geht mir besser und mit den Medikamenten zusammen mit Aspirin merke ich nicht mehr viel. Wir machen uns fertig, gehen frühstücken, packen zusammen und checken aus. Erny holt das Auto und das Abenteuer mit dem Mietwagen durch Peru beginnt. Trotz Navis und Karten brauchen wir eine Stunde, um aus Cusco raus zu kommen. Eher zufällig finden wir die Straße aus der Stadt raus Richtung Westen. 

Unser Ziel für heute ist Ollantaytambo. Wir fahren Berge rauf und runter, suchen Salinen, die wir leider nicht finden und freuen uns über wenig Verkehr auf den Landstraßen. Die Landschaft durch das Urubamba-Tal ist sehr schön und grün: Es ist das heilige Tal der Inkas.

Wir kommen in Ollantaytambo an und finden auch das Hotel CCapac Inka Ollanta von Kalle und Gladis, etwas außerhalb gelegen. 

Wir schlendern noch ein wenig herum und kommen an einem schönen Platz und der Festung der Inka. Hierher zogen sich die Inkas zurück, nachdem sie die Schlacht von Sacsayhuaman gegen die Spanier verloren hatten. Wir essen ein Sandwich und steigen die vielen Stufen zur Festung hoch. Ein gutes Training für morgen. Der Ausblick von hier oben ist wunderschön.     

Wieder unten angekommen erkunden wir weiter den Ort. Wie auch in Cusco gibt es hier Mauern, die ohne Mörtel präzise und fest halten. Wir sitzen im Café und schauen uns die Leute an. Für viele ist hier das Sprungbrett für Machu Picchu. Es sind viele Backpacker unterwegs. Von hier aus fahren die Züge nach Aguas Calientes, dem Ort unterhalb des Berges. Motor-Taxis fahren aufgehübscht hin und her, Sammeltaxis, Klein- und Großbusse kommen hier mit Touristen an. 

Trotzdem fühlt es nicht voll an in der kleinen Stadt. Wir essen zum Abend noch eine sehr leckere Pizza vom Steinofen und gehen früh ins Bett. Leider so früh, daß wir Kalle nicht mehr treffen. Wir müssen morgen um 6.30 Uhr am Bahnhof sein. Eduardo, Kalles Sohn, macht uns morgen früh das Frühstück und hat für uns ein Taxi zum Bahnhof bestellt. Service des Hotels. Gute Nacht, Ollantaytambo.

 

Verkehr in Peru

Willkommen auf den Straßen Perus!


Peru Verkehr

Wir rollen!


Heilige Tal mit dem Mietwagen

Durch das Heilige Tal mit dem Mietwagen

 

 

26.11.2017 – Tag 5: Machu Picchu

 

Heute ist es soweit. Der Tag, auf den wir uns schon so lange gefreut haben: Wir sehen den Machu Picchu. Nach dem Frühstück geht es mit dem Taxi zum Bahnhof. Hier werden unsere Zugtickets und Pässe kontrolliert. Man mußte übrigens bei den Zug-, Bus- und Eintrittsticket für Machu Picchu den Namen, das Geburtsdatum und die Passnummer angeben. Wir fahren mit dem Vistadom von Perurail. Es gibt noch einen günstigeren und teureren Zug. Wir haben uns für die goldene Mitte entschieden. In unserem Wagon sitzt noch eine kanadische Reisegruppe, der Reiseleiter ganz in unsere Nähe. Praktisch, so haben wir auch etwas von seinen Erklärungen. Was wir vorher nicht wußten, es gibt Getränke und Kuchen inklusive. Die Fahrt geht entlang des Urubamba-Flusses und ist sehr kurzweilig. Wir sehen auch den Anfang des Inka-Trails und sind froh im Zug zu sitzen und nicht vier Tage wandern zu müssen um dort hoch zu kommen.  Nach 1,5 Std. sind wir in Aqua Calientes, wo wir Joel treffen.

Er macht einen netten Eindruck und geht mit uns zu den Bussen. Mit ihm können wir an den Wartenden vorbei gehen und haben unsere Plätze ganz vorne. Die Fahrt dauert 30 Minuten und geht in Serpentinen den Berg hoch. Es ist schon viel los hier. Er erklärt uns, heute haben die Bewohner von Cusco freien Eintritt. Wir besprechen was wir nun machen. Der Plan war auf den nächsten Berg Montana zu steigen, um einen schönen Ausblick auf die Inka-Stätte zu bekommen. Das ist nicht ganz ohne.  Joel sieht schon, da kommt die dicke Frau nicht hoch und schlägt einen moderateren Weg vor zum Sonnentor, von wo man auch einen prima Blick hat. Wir können noch überlegen, irgendwann gabelt sich der Weg. Wir entscheiden uns für das Sonnentor. Das ist anstrengend genug. Die ganzen neuen Regelungen, die es rund um Machu Picchu gibt, werden hier offenbar nicht kontrolliert: Ich habe Wanderstöcke dabei, aber die stören niemanden. Joel hat auch einen Stock.  Essen und Getränke sind nicht erlaubt, kontrolliert ebenfalls niemand. Um die vielen tausend Besucher aufzuteilen, bekommt man Tickets für vor- oder nachmittags, niemand interessiert es bei unserem Besuch, wann wir raus gehen. (Anmerkung der Redaktion: Der Bericht ist aus dem Jahr 2017!)

2 Stunden gehen wir unebene und ungleichmäßige Steinstufen und Geröllwege bergauf. Wir machen zwischendurch immer Pausen. Joel erklärt viel über Flora und Fauna, Geschichtliches, läßt uns Grünzeug essen, reiben und riechen und Fotos machen. Er macht seine Sache sehr gut. An einer Quelle füllt er unsere leeren Wasserflaschen auf. Obwohl jeden Tag über 1000 Besucher hierher kommen, ist es nicht überfüllt.  Wir kommen am Sonnentor an und sind von der Aussicht überwältigt.

Außerdem sind wir noch 30 m höher als der nächste Berg Huayna Picchu. Ich fühle mich als wäre ich den ganzen Inka-Trail gewandert. Aber ich bin auch stolz, daß ich es soweit geschafft habe und fühle mich gigantisch! Die Aussicht ist sensationell oder wie Joel in Deutsch sagen kann: „Herrlich“ !

Wir sitzen da oben und genießen den Blick über die Inka-Stätte. Zur Stärkung gibt es Müsliriegel.  Wir haben jede Menge Wasser mit, sind aber froh, daß Joel die Flaschen aufgefüllt hat. Es wird immer wärmer und der Durst stärker. Wir gehen wieder bergab. Wie bei uns auch ermuntern wir die Wanderer, die beim Aufstieg sind. Nur noch 5 Minuten, nur noch 2x um die Kurve… Der Weg ist sehr steinig und da fragt man sich bei manchen, was sie dazu bewegt den mit Birkenstock-Schlappen zu gehen. Wir sind jedenfalls froh, Wanderschuhe anzuhaben.  Nach einer Stunde sind wir an der Ruinenstadt.

Joel erklärt uns die Fakten: Machu Picchu („Alter Berg“) wurde 1440 vom Inkaherrscher Pachacútec Yupanqui in 2350 Meter Höhe errichtet. Von hieraus machten sich die Inka auf, um weite Teile der heutigen Länder Peru, Chile und Bolivien zu beherrschen. Etwa 100 Jahre später, als die spanischen Eroberer, angeführt von Pizarro, Machu Picchu immer näher rückten, wurde die Stadt aufgegeben, doch es passierte etwas womit niemand rechnete: Machu Picchu wurde von Pizarro übersehen! Über die weitere Geschichte von Machu Picchu ist wenig bekannt und es gibt noch viele Rätsel, die auf eine Lösung warten.

Nachdem wir jeden Stein besichtigt und die dazugehörige Geschichte gehört haben, ist es mittlerweile Nachmittag. Wir fahren zurück nach Aguas Calientes. Just in dem Moment als wir aus dem Bus steigen, fängt es an wie aus Kübeln zu regnen – was haben wir ein Glück gehabt! Wir laden Joel auf ein spätes Mittagessen ein und laufen schnell zu dem von ihm vorgeschlagenen Restaurant. Hier gibt es ein sehr leckeres Buffet-Essen. Danach verabschieden wir uns von Joel und gehen zurück zum Bahnhof. Die Rückfahrt ist kurzweilig. Die kanadische Reisegruppe ist wieder mit an Bord. Wir unterhalten uns kurz mit einem Paar aus Vancouver. Dann startet überraschend das Entertainment:     

Einer der Zugbegleiter ist als Teufel verkleidet und läuft mit Musik durch den Wagen. Als er mit seiner Showeinlage fertig ist, machen die anderen beiden eine Modenschau mit der neuesten Alpakamode. Nett anzusehen, aber nichts für mich.

 

 

Dann sind wir zurück in Ollantaytambo. Der Berg hoch vom Bahnhof in die Stadt fällt mir schwer. Unsere Beine haben ganz schön gelitten. Es ist dunkel und kein Taxi in Sicht. Außerdem bin ich trotz Mückenspray ziemlich zerstochen. Dann sind wir zurück im Hotel und ich freue mich auf eine Dusche. Kalle ist auch da und begrüßt uns sehr herzlich. Wir haben öfters gemailt und so habe ich das Gefühl, ich kenne ihn schon lange. Nach einer ausgiebigen Dusche treffen wir uns zu einem Bier mit ihm – und bringen ihm natürlich sein Veltins mit.                                          

Ich kann kaum die Treppen runter steigen, so sehr tun mir die Waden weh. Sein Sohn und Enkel kommen und freuen sich über die mitgebrachten Gummibärchen. Wir erzählen viel. Wie er nach Peru gekommen ist, übers Sauerland und über Peru und stellen nachher fest, daß ein Freund von ihm in Brunsbüttel mit Bekannten von uns bekannt ist. Die Welt ist klein. Kalle organisiert auch Motorrad-Touren in der Umgebung. Dann lernen wir Gladis, seine Frau kennen. Auch sie freut sich über das Weihnachtsgebäck von unserem Bäcker. Irgendwann sind wir zu müde und müssen ins Bett. Der Tag war lang, aufregend und anstrengend. Gute Nacht, Ollantaytambo.

 

Aguas Calientes am Fuße des Machu Picchu

Aguas Calientes am Fuße des Machu Picchu

Aguas Calientes am Fuße des Machu Picchu

Machu Picchu in Peru

Angekommen in Machu Picchu!


Wandern in Peru

In der Höhe wandern? Gar nicht so einfach!


Intipunku ist das Sonnentor

Wanderung zum Sonnentor Inti Punku


Blick auf Machu Picchu

Blick auf Machu Picchu

27.11.2017 – Tag 6: Rückfahrt nach Cusco

 

Um 5.00 Uhr werden wir von den Hähnen wach gekräht. Wir dösen noch ein wenig, duschen und freuen uns auf das Frühstück, das Gladis uns macht. Alles sehr lecker und gesund. Es ist so schön hier! Unsere Aussicht ist toll und beim Frühstücken sehen wir Kolibris an Gladis‘ Blumen. Dann gibt es noch ein Fotoshooting. Erny wird wie ein Inka-König zurecht gemacht. Wir wollen Bilder mit den Veltins-Dosen machen und an die Brauerei schicken. Sehr lustig. Dann verkleidet Gladis mich und wir schießen nochmal Bilder. Wir haben sehr viel Spaß mit ihnen und es tut uns leid Abschied von ihnen zu nehmen. Aber nicht für lange, weil sie Ende Dezember für 7 Wochen mit den Jungs nach Deutschland kommen und uns auch besuchen.

Diesmal fahren wir über Pisac mit dem Miewagen zurück nach Cusco. Auf dem Weg besichtigen wir die Salinen. Die Gegend ist sehr fruchtbar und wir sehen viel Landwirtschaft. Nach einer eher kargen Landschaft ist diese Gegend bewässert und damit sehr grün.

In Cusco checken wir wieder in das Hotel Sonesta ein. Der Türmann erkennt und begrüßt mich freudig . Wir bekommen ein schönes großes Zimmer oben mit kleinem Balkon und Ausblick auf den Ort. Diesmal geht es mir besser in dieser schönen Stadt. Leider ist das Wetter bedeckt. Egal. Wir laufen in die Altstadt, trinken Kaffee und essen Cheesecake mit Fresas, Erdbeeren.

Die Regenphase nutzen wir um in einer Markthalle einige Mitbringsel für Zuhause zu kaufen. Der Regen wird weniger und so gehen wir zurück zur Plaza de Armas, um dort etwas zu essen. Wieder gehen wir in ein Restaurant mit Balkon und Blick auf den Platz. Zum peruanischen Essen muß man wirklich eins sagen: Es ist ausgezeichnet und man kann es wirklich nur als Gourmet-Küche bezeichnen. Allerdings zu Preisen wie bei uns in einem Imbiss. Ich habe vorher über die neue peruanische Küche gelesen, aber nicht gedacht, daß das so lecker ist und es die in normalen Restaurants gibt.

Wir genehmigen uns noch einen Absacker in der Hotelbar und gehen dann müde aufs Zimmer. Morgen haben wir einen langen Fahrtag vor uns. Gute Nacht, Cusco.

 

 

28.11.2017 – Tag 7: Fahrt nach Puno

 

Nach einem ausgezeichneten Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Puno zum Titicaca See. Wenn wir nochmal nach Peru kommen, würde ich gerne mehr Zeit in Cusco verbringen und mir die Inka-Stätten in der Gegend ansehen. Diesmal schaffen wir es schneller aus Cusco raus. Erny ist geübter was den peruanischen Verkehr angeht, wir sind ein gutes Team. Er hupt, ich halte den Arm raus und wir hoffen, daß uns die Autos in Lücke lassen. Klappt nicht immer, aber wir werden besser. Eine Autobahn gibt es hier nicht und so fahren wir durch Ortschaften und dann wieder Landstraße.

Die Landschaft ist sehr schön, wir kommen immer höher und sehen viele Alpaka-Herden. Das ist übrigens der Vorteil, wenn man mit dem Mietwagen durch Peru fährt – man sieht Orte, wo sonst kaum jemand hinkommt! Wir sind hier auf fast 4000 m. Irgendwann muß ich dringend aufs Klo und die Büsche sind einfach zu klein für mich. Außer uns sind hier fast nur LKWs und Busse unterwegs. Die Landschaft wird immer karger je höher wir kommen. Wir halten schlauerweise natürlich nicht dort, wo die Touristenbusse stehen (diese Raststätten kommen natürlich nicht mehr als ich sie brauche) sondern halten an einem kleinen Restaurant mitten im Nirgendwo. Wir parken vor dem Gebäude, Erny macht die Tür auf und es springt uns fast ein Alpaka ins Auto. Der Kleine hat keine Angst und ist scheinbar an Menschen gewöhnt. Eine nette Begrüßung.

Es ist später Mittag und so bestelle ich beim Wirt das was ich in spanisch bestellen kann: Pollo con arroz, Hähnchen mit Reis. Pommes gibt es auch noch dazu. Umgerechnet für alles zusammen 8,- €.

Wir müssen durch eine größere Stadt. Juliaca. Auf der Karte sieht es aus als geht die Straße quer durch. Ca. 5 km vor dem Ort kommt eine Tankstelle, dann noch eine und noch eine. Bis in den Ort kommt etwa alle 200 Meter eine. Nicht kleine mit 2 Zapfsäulen, sondern große Tankzentren mit Läden und Gastronomie. Uns ist vorher schon aufgefallen, daß hier das Gewerbe in einer Straße das selbe ist. Hier sind es die Tankstellen, woanders eine Straße nur mit Schuhgeschäften, die nächste nur mit Öfen und Töpfen, eine andere nur mit Fliesen und Sanitäranlagen. Am bizarrsten fanden wir die Straße der Meerschweinchenbraterei, wo Frauen mit gegrillten Meerschweinchen am Stock gewunken haben, um die Autofahrer zum Halten zu animieren. Wir essen allerdings keine Nagetiere.

Jedenfalls müssen wir irgendwie durch Juliaca. Das Navi läßt uns durch kleine Straßen fahren, vorbei an Märkten, Unmengen Menschen, riesigen Schlaglöchern und hupenden Autos und Motortaxis. Leider erkennt es keine Einbahnstraßen, was es sehr schwierig macht. Wir versuchen die Navis auf den Handys. „Map-Man“ Erny ist ungehalten und sehr gereizt. Wir kreisen und kreisen, die Leute grüßen schon. Dank der App „Here we go“ auf meinem Handy finden wir raus aus dieser Stadt. Und so kommen wir nach Puno am Titicaca See, wo wir auch übernachten. Das Hotel heißt auch Sonesta. Sehr schön. Bis wir da sind überwinden wir auf der Straße zum Hotel Schlaglöcher, die so groß sind, daß Kleinwagen darin verschwinden können.  Die Zimmer sind zwar schon älter, aber sehr sauber und die Angestellten nett. 

Um das Hotel herum ist nicht viel. Es liegt direkt am See. Später essen wir im Hotel und treffen wieder auf die Kanadier aus dem Zug. Sie machen eine ähnliche Tour bisher, aber hier geht für sie der Urlaub zu Ende. Sie sind beeindruckt, daß wir mit dem Auto unterwegs sind. Das Essen ist wie immer fantastisch. Puno ist für Forellen bekannt und so essen wir Fisch. Nicht nur sehr lecker sondern auch sehr schön angerichtet. Für umgerechnet 7,50 €. Unser Kellner ist sehr nett und sieht sofort, wenn wir etwas möchten.  Dann ist es Zeit fürs Bett. Gute Nacht, Puno.

 

Verkehr Peru

Irgendwo in den peruanischen Anden


Verkehr Peru

Die Distanzen innerhalb Perus sind nicht zu unterschätzen

Pucara, Peru

Der Verkehr in Peru ist mitunter sehr chaotisch

Der Verkehr in Peru ist mitunter sehr chaotisch


Alpaka, Peru

Ein Alpaka begrüßt uns!


Mit dem Mietwagen durch Peru

Mit dem Mietwagen durch Peru

 

29.11.2017 – Tag 8: Der Titicacasee

 

Wir sind um 5.30 Uhr wieder wach, schlafen aber nochmal ein. Das Frühstück ist wieder mal toll und unser Kellner ist auch wieder da. Im Garten sind Alpakas und wir entdecken wilde Meerschweinchen, die in verschiedenen Gruppen über die ganze Anlage verteilt leben.

Um 9.15 Uhr kommt ein junger Mann, der uns zum Hafen bringt. Sein Englisch ist sehr gut. Er ist Reiseleiter und betreut Gruppen. Ihn können wir einiges zu dem was uns aufgefallen ist, befragen. Führerscheine haben die wenigsten. Man kauft sie hier, das Land ist korrupt. Deshalb kennt, bzw. hält sich niemand an die Verkehrsregeln, wenn es denn welche gibt.  Wir sehen sehr viel Polizei bisher, auch Verkehrspolizei, aber beachtet werden sie wenig. In Cusco haben wir gesehen, wie Schwarzhändler an der Straße illegal Geld getauscht haben. Die Polizei geht vorbei, interessiert niemanden.

Auf unserem Boot, das zu den Inseln übersetzt, sind mit uns noch ein junges Paar aus Singapur und ein allein reisender Mann aus Nizza. Wir werden auf eine Schilfinsel abgesetzt, die nur für die Touristen dort sind. Auf den Inseln leben Familien. Uns fallen sofort die Solaranlagen auf. Auch hier will man nicht auf Strom und aufs Fernsehen verzichten. Wir bekommen eine Vorführung über den Bau der Inseln und das Leben auf ihnen. Wir werden dann aufgeteilt und müssen mit den Frauen in deren Hütten. Dort werden die gehandwerkten Sachen zum Verkauf angeboten. Ziemlich penetrant. Ich kaufe zwei kleine Andenken, weil sie keine Ruhe gibt, die gewebten Decken mit der Familiengeschichte sind mir viel zu bunt. Wir kommen wieder mit den anderen zusammen. Die haben nichts gekauft, weil sie kein Bargeld hatten. Ich bin überzeugt, die hätten auch Kreditkartengeräte gehabt.  Mir fällt der ganze Plastikmüll auf, der scheinbar einfach in den See geworfen wird.

Überhaupt ist Müll hier ein Problem. In den Städten fällt uns positiv auf wie sauber die Straßen sind. Es wird regelmäßig gesäubert. Außerhalb an den Landstraßen sehen wir bergeweise Müll. Die Autos halten und der Müll wird einfach in der Natur entsorgt.

   

Unser Lesetipp: Peru und sein Müllproblem (Was du wissen solltest und unsere Umwelttipps für Peru)

 

Wir werden noch in ein Schilfboot verfrachtet und zu einer „Restaurant-Insel“ gebracht. Essen will niemand was. Die ganze Tour ist eine Touristenabzocke und wir sind froh nicht einen ganzen Tag gebucht zu haben. Nach der Tour fahren wir noch in die Innenstadt von Puno, die gibt nicht ganz so viel her, ist aber ok.

Wir essen an der Plaza Forellen in Orangensoße und Rinderfilet für Erny. Für einen Appel und ein Ei ! Ich muß dazu sagen, daß sind keine großen Portionen und es schmeckt sehr leicht. Das eine oder andere mal hatten wir Mittag- und Abendessen, wobei ich kein schlechtes Gewissen habe, weil es eben keine riesigen Portionen sind. Wir laufen noch durch die eine oder andere Straße und fahren dann mit dem Taxi für umgerechnet 2,- € zurück zum Hotel. Im Hotel trinken wir einen Kaffee im Garten am See und beobachten die Meerschweinchen. So schön. Wir haben ein bisschen Angst um den schönen Pavillon. Die haben die Meerschweinchen komplett unterhöhlt. Klasse, daß sie trotzdem hier leben dürfen.

Später essen wir wieder im Hotel. Unser Kellner freut sich uns zu sehen. Wieder ist das Essen ausgezeichnet. Gut gesättigt gehen wir ins Bett. Gute Nacht Puno.

 

30.11.2017 – Tag 8: Fahrt nach Chivay

 

Nach dem Frühstück verlassen wir Puno und brechen auf zum Colca Canyon. Der Reisebegleiter auf dem Boot gestern gab uns den Tipp nicht wieder durch Juliaca nach Chivay zu fahren. Wir haben ihm von unserer Odyssee erzählt. Er zeigt uns den Weg über einen Berg. Erny ist mit der Strecke sehr zufrieden, sie geht durch keine Stadt. Wir finden die Straße auch. Allerdings ist sie unbefestigt. Die Einheimischen, die uns mit ihren Cross-Motorrädern entgegen kommen, sehen uns an, als kämen wir vom Mars. Touristen verirren sich eher selten in diese Gegend. Ich bin durchgerüttelt, aber irgendwann wird es besser und wir erreichen die Hauptstraße wieder. Alles ist besser als nochmal durch Juliaca zu fahren. Wir sind jetzt auf einem Pass auf über 4500 m. Das Auto hat keine Schwierigkeiten damit und wir auch nicht, weil wir nicht oft aussteigen. Wieder sehen wir jede Menge Vicuñas, Lamas und Alpakaherden. Und einen aktiven, rauchenden Vulkan: den „El Misti“.   

Für die Nacht haben wir das Hotel El Refugio in Chivay gebucht. Wir bezahlen Eintritt für die Gegend, in der der Colca Canyon liegt und fragen an der Bezahlstation nach dem Weg zum Hotel. Es liegt außerhalb und durch Zufall sehen wir das Schild dorthin. Es geht ziemlich bergab, das Hotel liegt sehr schön in einer Schlucht. Um vom Parkplatz zum Hotel zu kommen, geht es nochmal Treppen runter. Der Ausblick ist sehr schön. Wir haben einen Balkon, aber nichts zum drauf sitzen. Kein Fön, kein Fernseher, kein Internet. Wie staunen, wie das Hotel 4 Sterne bekommen konnte. Natürlich alles Sachen, auf die man auch verzichten kann, aber wir sind durch die vorherigen Hotels verwöhnt. Ein ganz langsames Internet gibt es übrigens in der Lobby. Fast wie Zuhause.              

Es ist Nachmittag und so fahren wir zurück nach Chivay in den Ort. Natürlich zur Plaza de Armas. Dort trinken wir in einem netten Café mit schnellem Internet einen Kaffee.  Es ist Markt und wir schauen uns um. Erstaunlich, was alles verkauft wird. Sämtliche Kräuter gegen Krankheiten, Fleisch ohne Kühlung,  jede Menge Obst und Gemüse, natürlich Papas (Kartoffeln) ohne Ende. Es gibt in Peru über 3000 Kartoffelarten.  Alles sehr interessant. Wir schlendern noch durch die Innenstadt, die mit Skulpturen, die Tänzer darstellen, gesäumt ist. Es ist sehr schön hier und obwohl es ein Ausgangspunkt für den Colca Canyon ist, sehen wir kaum Touristen.

Dann fahren wir zurück zum Hotel. Es hat ein Restaurant, in dem wir essen wollen. Heute ist unser Hochzeitstag! Auch hier ist das Essen wieder ausgezeichnet. Wir bleiben anschließend noch in der Lobby sitzen, um die eine oder andere Nachricht zu versenden. Zurück in unserem Zimmer ist das Bett aufgeschlagen, leckere Pralinen stehen bereit und an den Fußenden liegen Wärmflaschen, um es uns kuschelig warm zu machen. Was ein Service ! Mit warmen Füßen schlafen wir ein. Gute Nacht, Chivay.

 

Lama in Peru

 

01.12.2017 – Tag 9: In den Colca Canyon

 

Heute wollen wir zum Colca Canyon. Der Canyon soll mit 3269 m die tiefste Schlucht der Welt sein. Zum Vergleich, der Grand Canyon ist 1800 m tief. Die Landschaft ist wunderschön. Auf dem Weg dorthin sehen wir Terrassenbauten, wo verschiedenes angepflanzt wird. Kleine Ortschaften auf der gegenüberliegenden Seite eingebettet in den Schluchten. Die Fahrt ist kurzweilig. Wir halten oft an den Aussichtspunkten an und sind meist ziemlich alleine.

Höhepunkt des Tages soll das Kreuz des Kondors sein. Dort in der Schlucht leben Kondore, die sich in den Morgenstunden durch den Canyon geleiten lassen. Ihre Flügelspanne ist bis zu 3 m groß. Als wir dort ankommen, gleicht der Aussichtspunkt einem Jahrmarkt. Jede Menge große und kleine Busse stehen dicht gedrängt. Menschenmassen wandern zu den tiefer gelegten Aussichtsplattformen, Händler verkaufen Souvenirs und Snacks. Uns ist das eigentlich zu viel, aber wegen der Kondore laufen wir entlang der Absperrung.

Leider läßt sich nicht ein Kondor blicken! Immer, wenn wir denken, wir sehen einen, ist es doch nur eine Rauchschwalbe… Schade. Aber die restliche Gegend ist so schön, daß wir uns dort nicht all zulange aufhalten. „Map-Man“ hat vorher entschieden, wir fahren nicht zurück nach Chivay und dann nach Arequipa, unsere nächste Station, sondern wir fahren weiter einen Bogen, um dann nach Arequipa zu gelangen.

Die Straße ist gut ausgebaut, wir sind fast alleine. Jedenfalls fahren hier keine Touristenbusse. Wir kommen zu einem Ort und die Straße wird zur Schotterpiste. Ich muß dazu sagen, wir fahren mit drei Navis.  Es geht ziemlich bergab, aber wir haben ja Allrad. Erny macht das gut. Wir fahren wieder ein Stück, jetzt geht die „Straße“ fast senkrecht runter und Teile sind schon weggerutscht. Ich will aussteigen, weil es mir nicht geheuer ist. Da fahre ich nicht runter!

Da sehe ich aus dem Augenwinkel 20 m von uns entfernt einen Kleinbus. Letztendlich geht die Straßenführung durch den Ort und nicht wie unsere Navis es anzeigen drum rum. Die Straße war sehr neu und wir waren sicher auf der alten. Wir finden den Weg und für eine Weile ist die Straße noch geteert.

Dann kommen ungefähr 100 km Gravelroad. Erny macht das Spaß, mir nicht. Wir werden ganz schön durchgeschüttelt. Hier sind wir ganz alleine. Dann merkt Erny, daß wir tanken sollten. Im wahrsten Sinnes des Wortes mitten in der Pampa. Ich schaue auf der Karte nach, wann Ortschaften kommen. Ganz weit kann es nicht mehr sein. Wir fahren in das Dorf und fragen die Männer an der Straße. Nein, eine Tankstelle gibt es hier nicht. Das nächste Dorf scheint etwas größer. Wir fahren auf den Dorfplatz. Man freut sich über Besucher. Die Leute erklären uns etwas in spanisch, wir verstehen kein Wort. Sie zeigen in eine Richtung. Hier gibt es ein wenig Industrie und eine Schule, aber eine Tankstelle finden wir nicht. Unser Auto zeigt an, wie weit noch kommen. Es geht jetzt viel bergab und Erny fährt spritsparend.

Die Gegend ist trocken wie die Wüste. Wir sehen rechts und links der Straße große, leere Rinderställe. Die haben hier ja auch nichts zu essen. Trotzdem komisch, es sind auch nicht gerade wenige. Nach ein paar Kilometern ändert sich das Bild, es wird bewässert. Auf einmal ist die Umgebung grün und üppig. Und es gibt saftige Rinder. Wir kommen an Kakteenfelder vorbei, haben aber bislang noch nicht rausgefunden was damit gemacht wird. Und dann kommt zum Glück eine Tankstelle.

Wir sind in Mayes und kommen auf die Panamericana. Von hier aus sieht man die Vulkane auch wieder gut. Wir sind fast rum gefahren. Auf der Panamericana fahren wir Richtung Osten nach Arequipa. Für die rund 300 km haben wir über 6 Stunden gebraucht. Mit drei Navis schaffen wir es das Hotel zu finden. Auf dem Weg dorthin stehen wir in einer Schlange. Eine fünfspurigen Schlange wo es normalerweise nur 2 Spuren gibt. Wir stehen in vierter Reihe auf der Gegenfahrbahn. Na, da haben die eben weniger Platz. 

Das Mint Hotel liegt in einer ruhigen Wohngegend, die Straße ist an beiden Seiten vergittert und ein Wachmann sitzt dort. Wir können ohne weiteres passieren. Das Hotel ist klasse und neu! Wir bekommen eine Junior-Suite, ein schönes großes Zimmer. Wir machen eine kleine Pause und wollen dann in die Stadt. Der Rezeptionist gibt „Map-Man“ eine Karte und behauptet, der Plaza de Armas ist nur 15 Minuten zu Fuß entfernt.  Naja, wir sind nicht langsam gelaufen, aber gut 40 Minuten waren es doch. Egal, wir haben den ganzen Tag gesessen, das Laufen tut gut. Der Platz ist wunderschön. Das Stadtzentrum von Arequipa wurde 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.  Wieder mit Kathedrale und Gebäuden mit Balkon um den Platz herum. Hinter der Kathedrale sieht man den Vulkan El Misti wieder. Diesmal rauchfrei. Die Sonne geht unter und die Beleuchtung macht den Platz noch schöner. Wir suchen uns ein nettes Restaurant auf den Balkonen und genießen das Leben.                 

Ein Panflöten- und Gitarrenspieler kommt und spielt den Gästen etwas vor. Es ist warm, wir sitzen draußen und hören El Condor Pasa. Nach dem Essen gehen wir noch in die Kathedrale und sehen uns die Krippe mit lebensgroßen Figuren an.

Leider ist der bunt beleuchtete Plastik-Tannenbaum vor der Kathedrale völliger Stilbruch. Es ist noch viel los hier und wir schauen uns noch ein wenig das Gewusel auf dem Platz und die Lichter an bevor wir wieder zurück zum Hotel laufen und uns schlafen legen. Gute Nacht, Arequipa.

 

 

02.12.2017– Tag 9: Streifzug durch Arequipa

 

Wir haben ausgezeichnet geschlafen. Außer Hunde, die schon früh am Morgen bellen, hat uns nichts gestört. Das Frühstück ist sehr gut. Ein kleine aber feine Auswahl am Buffet und man kann frisch zubereitete Eier von der Karte auswählen. Danach gehen wir erstmal wieder zum Plaza de Armas. Hier ist es schon voll und wuselig. Wir wollen uns das Kloster Santa Catalina ansehen. Es ist nicht nur ein Kloster, es ist eine Stadt in der Stadt. Seit 1579 existiert die Klosterstadt, die von Dominikanern gegründet wurde und im 17. Jahrhundert auf 20.000 m² vergrößert wurde. Die zweitgeborenen Töchter wohlhabender spanischer Familie traten hier für eine Mitgift, die heute etwas einem Wert von $ 150.000 entspricht ein. Die Nonnen hatten ein sehr erträgliches Leben und konnten sich dank einer großen Dienerschaft ganz auf ihren Dienst im Namen Gottes und der Heiligen Katharina konzentrieren. Der Rundgang ist ausgeschildert. Die Anlage ist idyllisch und könnte in Andalusien stehen. Wir sind von den Innenhöfen und Blumenpracht begeistert. Auch wenn ich keine grünen Daumen habe, ich sehe gerne Blumen an.      

Wieder draußen sehen wir uns noch einen Markt, die Casa del Moral, ein koloniales Gebäude, und die eine oder andere Kirche an. Wir streifen weiter durch die Straßen und Gassen und kommen zu den großen Markthallen. Das Obst und Gemüse sieht sehr appetitlich aus, in der Fleisch-Sektion möchte mein Salat allerdings wieder raus.

Auf dem Weg ins Hotel kommen wir an einem großen Supermarkt vorbei. Bisher haben wir nur kleine Läden gesehen. Der Supermarkt Tottus hätte auch in einer US-Stadt sein können. Aufmachung und Angebot sind sehr ähnlich. Morgen haben wir einen langen Fahrtag und so kaufen wir Wasser, Chips und Kekse ein. Zurück im Hotel ruhen wir uns ein wenig aus. Später am Abend lassen wir uns ein Taxi zum Hotel bestellen und fahren zurück zur Plaza de Armas. Wir essen wieder in einem der Balkonrestaurants und werden wieder von dem Musiker bepanflötet. Er spielt wirklich sehr gut und diesmal sind sie sogar zu zweit. Auf den Balkonen sind mehrere Restaurants. Die Bereiche sind zwar abgeteilt, aber passierbar. So fangen die Musiker an einer Seite an und spielen sich durch die Gäste. Wir setzten uns noch auf eine Bank auf dem Platz und schauen den Leuten zu. Es ist erstaunlich was hier alles angeboten wird.

Mit einem Taxi fahren wir irgendwann zurück zum Hotel, um unsere müden Häupter zu betten. Gute Nacht, Arequipa.

 

Im Kloster Santa Katalina in Arequipa

Im Kloster Santa Katalina in Arequipa


Im Kloster Santa Katalina in Arequipa

Im Kloster Santa Katalina in Arequipa


Im Kloster Santa Katalina in Arequipa

Rote Wände im Nonnenkloster


In Arequipa

Traditionelle Trachten aus dem Colca Tal

Peru Folklore

Junge Leute in traditionellen Trachten


Kathedrale von Arequipa

Kathedrale von Arequipa

Kathedrale von Arequipa

Kathedrale von Arequipa

Peruanische Volksmusik

Peruanische Volksmusik im Restaurant

 

03.12.2017 – Tag 10: Auf der Panamericana bis Nasca

 

Wir stehen um 6.00 Uhr auf. Um 8.00 Uhr sind wir abfahrtbereit. Es tut uns Leid, diese schöne Stadt zu verlassen. Ein bisschen haben wir noch von ihr, es dauert eine Stunde bis wir raus aus der Stadt sind.

Wir fahren mit dem Mietwagen durch Wüste, hohe Sanddünen säumen die Panamericana, dann kommt der Pazifik und wir fahren wie durch eine Mondlandschaft. Die Straße schlängelt sich Berge hoch und runter. Ich könnte das alles sicher noch mehr genießen, wenn die Gefahrgut-LKWs sich nicht kurz vor den Kurven überholen würden. Ich habe Angst, daß uns so ein Idiot auf unserer Spur entgegen kommt.

Die vielen 1000 Kreuze an der Straßen zeigen, daß das nicht immer gut geht.  Wir kommen wieder durch Wüste. Links der Pazifik, rechts 100-200 m hohe Sanddünen. Zwischendurch geht die Straße weiter durch das Inland und dank der Bewässerung ist hier viel Landwirtschaft.

Gegen 18.00 Uhr kommen wir in Nasca an. Für die ca. 560 km haben wir 10 Stunden gebraucht. Die Panamericana ist an manchen Strecken gut ausgebaut, an manchen muß man Angst haben, daß einen die Schlaglöcher verschlingen.

Wir checken im Alegria Nasca ein. Einen Parkplatz bekommen wir im Hinterhof des Hotels. Besonders freundlich ist man hier nicht. Der Innenhof des Hotels ist allerdings sehr schön. Alles offen gestaltet mit einem Pool in der Mitte. Insgesamt sind wir eher mittelmäßig begeistert von Hotel und Ausstattung. Wir brauchen Bargeld und fragen an der Rezeption nach einem Geldautomaten. Einfach die Straße hoch. Bis zum Plaza de Armas kommen diesmal gar nicht. Wir finden eine Bank und ein Restaurant mit einem sehr netten Wirt, der uns nach dem Essen noch zu einem Pisco Sour einlädt. Gute Nacht, Nasca.

 

Fahrt auf der Panamericana mit dem Mietwagen

Fahrt auf der Panamericana mit dem Mietwagen

An der peruanischen Pazifikküste

An der peruanischen Pazifikküste

 

04.12.2017 – Tag 11: Flug über die Nasca Linien und Fahrt nach Paracas

 

Wir haben nicht besonders geschlafen, es ist einfach zu warm und stickig im Zimmer. Wir haben für heute einen Rundflug über die Nasca-Linien gebucht. Die kleine Fluggesellschaft ist direkt neben dem Hotel. Erstmal gibt es ein (mittelmäßiges) Frühstück, leider sind die Angestellten hier nicht sehr freundlich und das Hotel bleibt uns nicht gut in Erinnerung.

Ich werfe zwei Vomex ein, wer mich kennt, weiß daß Flugzeuge nicht meine Lieblingsfortbewegungsmittel sind, aber es nützt ja nichts, ohne komme ich nicht weg… Der Franzose auf dem Schilfboot hat uns von den Leuten im Flugzeug erzählt, die gebrochen haben. Das macht die Sache nicht besser. In einem Kleinbus werden wir mit zwei Griechen zum Flughafen gefahren. In der Schalterhalle sind viele kleine Fluggesellschaften vertreten. Wir melden uns an und müssen zusätzlich eine Flughafensteuer bezahlen. Nach einiger Zeit werden wir aufgerufen, es geht los. Mit 2 Piloten starten wir in dem 6-Sitzer. Die Frauen hinten, die Männer in der Mitte. Dem Mädel neben mir ist auch nicht wohl, aber wir schlagen uns tapfer. Der Pilot fliegt 8en um die Linien, damit die rechts und links sitzenden gut sehen können. Wir sind begeistert! Die Nasca-Linien sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste nahe Nasca. Es gibt bis zu 20 km lange schnurgerade Linien, aber auch Abbildungen von Menschen, Walen, Vögeln und Affen. Sie sind teilweise über 100 m hoch und nur aus der Luft zu erkennen.

Zurück im Hotel packen wir zusammen und fahren weiter auf der Panamericana nach Paracas, wo unser Quartier für die nächsten zwei Nächte ist. Wir haben uns das Hotel Paracas Resort gegönnt. Nach dem in Nasca haben wir uns das auch verdient. Der Parkplatz ist an der Hotelanlage. Sofort kommen Angestellte, die unser Gepäck ausladen wollen. Erny hat keine Zeit dafür, er muß die neben uns parkenden zwei Motorräder mit Kennzeichen aus Kolumbien, die so aussehen als wäre sie länger unterwegs, genauer inspizieren. In der Lobby checken wir ein und bekommen erstmal kühlenden Getränke. Unsere Koffer und Taschen sind auf einen Wagen verfrachtet und ein Mitarbeiter zeigt uns unser Zimmer. Auf dem Weg dorthin erklärt er uns die Anlage. Restaurants, Pools, einer für Familien, einer mit mehr Ruhe. Wir kommen zu unserem Häuschen. Terrasse mit bequemen Stühlen und das Zimmer nebst Badezimmer ist ein Traum. Sowas will ich zuhause auch.

Auch hier haben wir eine Suite bekommen. Wir spazieren durch die Anlage, sehen uns den Strand an. Der ist nicht besonders. Hier wird gearbeitet und das Wasser ist dreckig. Am Familienpool feiert eine Gruppe ausgelassen. An der Bar dort besorgen wir uns Bier und Cocktail und trinken das ganz gemütlich auf unserer Terrasse. Das Leben ist schön! Dann erkundige ich mich nach Ausflügen am nächsten Tag zu den vorgelagerten Inseln. Dort sollen Pinguine, Robben und jede Menge Vögel zu besichtigen sein. Ich habe gelesen, daß das Hotel direkt einen Bootsanleger hat, von dem man Touren buchen kann. Eine ist um 7.00 Uhr morgens, die nächste um 10.00 Uhr. 7.00 Uhr ist viel zu früh uns so buche ich uns die 10.00 Uhr Tour. Wir haben ja Zeit. Die Sonne geht unter und wir setzen uns an die Pier, um ihr beim Untergehen zuzusehen. Gute Nacht, Paracas.

 

05.12.2017 – Tag 12: Die Islas Ballestas

 

Wir schlafen sehr gut und in dem tollen Bad macht das Duschen doppelt Spaß. Wir frühstücken ausgiebig. Das Buffet läßt nichts aus. Um 10.00 Uhr stehen wir pünktlich am Pier für unsere Bootstour zu den Islas Ballestas. Das 7.00 Uhr Boot ist gerade zurück gekommen. Es waren 10-12 Leute darauf. Wir steigen ein uns müssen Schwimmwesten anlegen. Ich hoffe, daß das Boot nicht zu schnell fährt. Bootfahren kommt gleich nach Flugzeug fliegen… Ein junger Mann steigt zu und fragt, ob wir englisch sprechen. Na klar. Er fragt wo wir herkommen. Germany. Ok, sagt er, dann bekommen wir unsere Tour in deutsch. Er ist Niederländer und für die Tour unser Reiseleiter. Erny und ich sind ganz alleine auf dem Boot mit ihm und dem Bootsführer. Vor 5 Jahren ist er nach Peru gekommen, geblieben und arbeitet aus Reiseleiter.

Die Islas Ballestas bestehen aus drei Inseln. Sie sind bekannt für ihre Humboldtpinguine, Robben, Seebären, Pelikane und Guano. Letzteres stinkt entsetzlich. Aber die Tiere machen das wieder wett. Zuerst kommen wir an einer Insel vorbei, auf der es ähnlich eine Zeichnung wie bei den Nasca-Linien gibt. 120 m hoch ist die Zeichnung, die aussieht wie ein Kerzenleuchter. Was es wirklich darstellen soll und warum das gemacht wurde, ist nicht klar. Es gibt verschiedene Theorien darüber.

Wir sehen Seesterne, die an den Felsen „kleben“, Pinguine die ins Wasser springen und Robben, die faul in der Sonne liegen. Und natürlich jede Menge verschiedene Vögel, aber hauptsächlich Kormorane und Perutölpel, die für das Guano zuständig sind. Alle 3 Jahre kommen Männer hierher und kratzen das von den Felsen. Ein Scheiß-Job, im wahrsten Sinne des Wortes. Peru ist der größte Guano-Lieferant der Welt.

Die Fahrt ist kurzweilig. Das Wetter hätte besser sein können, es ist bewölkt. Mittags sind wir zurück. Jetzt läßt sich ein wenig die Sonne blicken. Am Pool stehen Pavillons und einer ist unser für den Nachmittag. Wir lesen und sehen den dicken Kindern von Peru beim Plantschen zu. Eine Großfamilie besetzt die Pavillons gegenüber und die Brut vergnügt sich im Pool. Warum sind die nicht bei den Familien? Irgendwann spricht eine Mutter ein Machtwort und es ist ruhig. Wir dösen, lesen, lassen uns Sandwiches kommen. Einen Nachmittag mal ganz nett, aber öfters brauchen wir das nicht. 

Wir sehen der Sonne wieder beim Untergehen zu. Das macht sie in den schönsten Farben. Wir machen uns frisch für den Abend, den wir in einem italienischen Restaurant ausklingen lassen. Gute Nacht, Paracas.

 

06.12.2017 – Tag 13: Mietwagen durch Peru: Autoabgabe in Lima

 

Nach einem wieder ausgiebigen Frühstück (wer kann schon Lachs, Forelle und Co. widerstehen?), packen wir unsere Sachen und verabschieden uns von diesem tollen Hotel. Unsere letzte Fahrt mit dem Mietwagen durch Peru bricht an und wir müssen das Auto in Lima morgen um 12 Uhr  Ich habe zur Vorsicht einen Tag länger gebucht, weil es sonst sehr knapp wird. War es dann auch… Wir fahren weiter die Küste entlang und kommen auf eine Autobahn. 50 km vor Lima kommt eine Straßensperre der Polizei. Wir werden raus gewunken. Der Officer erzählt uns etwas in spanisch. Ich sage ihm, daß wir kein spanisch sprechen, ob er englisch kann. Nein. Das macht die Sache nicht einfacher. Er hält uns einen englischen Text unter die Nase. Was wir vorher wußten, in Peru muß man außerhalb der Ortschaften Licht am Auto anhaben. Erny hatte das vor Abfahrt auch nochmal kontrolliert. Aber irgendwie war es aus. Der Polizist dreht so oft an dem Schalter, daß man das auch nicht mehr nachvollziehen kann. Wir stellen uns erstmal dumm. Der Commandante wird gerufen. Auch er redet in Spanisch auf uns ein. Ernys Führerschein soll zur Botschaft nach Lima geschickt werden und wir sollen umgerechnet 250 Euro Strafe bei einer Bank einzahlen. Wir verstehen ja nichts… Dann fragt er, ob wir cash dabei haben. Erny hat ca. 25 Euro in Soles in der Hosentasche und ich auch. Sie nehmen die 50 Euro und wir können weiter fahren. Ich ärgere mich, daß ich mein Geld auch abgegeben habe. Aber auch das wußten wir vorher. Das passiert nicht nur Touristen, denn ich denke auch nicht, daß sie beim Rauswinken schon gesehen haben, daß ich blond bin. Das Mietwagen, mit dem wir nun tagelang durch Peru gefahren sind, ist so dreckig, es sieht so aus wie alle anderen Autos auch.

Weiter geht es nach Lima. Das Auto muß am Flughafen abgegeben werden. Als Adresse steht eine Straße ohne Hausnummer, nur Airport Lima Meet & Greet. Der Plan ist so lange wie möglich auf den großen Straßen zu bleiben. Es ist sehr viel Verkehr und wir stauen uns. Zwischendurch wechseln wir Spuren was nicht einfach ist. Hupen, Arm raus und versuchen einzuscheren. Irgendwann sind wir auf der Straße zum Flughafen. Stoßstange an Stoßstange schieben wir uns durch den Verkehr. Ungefähr einen Kilometer vor dem Flughafen entdecke ich rechts aus dem Augenwinkel ein Europcar-Schild an einem Laden. Das kann es noch nicht sein. In unseren Unterlagen steht Airport. Also kriechen wir weiter. Vor dem Flughafen ist nochmal ein großer Kreisverkehr. Erny ist wirklich mein Held, weil er das so klasse gemacht hat. Wir schaffen es auch in die Flughafeneinfahrt zu kommen. Und stehen wieder im Stau. Dann sind wir auf Höhe eine Polizeiwagens. Ich frage den Polizisten, wo es zu den Mietwagen geht. Er hat keine Ahnung. Ich hole den Europcar-Zettel raus und zeige ihm das Logo. Aha, er weiß wo das ist. Genau da wo ich das Schild gesehen habe. Im Schneckentempo kommen wir endlich wieder aus dem Flughafengelände raus und fahren zurück in Richtung Stadt. Leider darf man nirgends links abbiegen.  Hätten wir vielleicht trotzdem gemacht, wer hält sich schon an Verkehrsregeln, aber es stehen dort Polizisten und wir haben schon genug bezahlt für heute. Also rechts abbiegen und einmal um den Block. Wir kommen trotzdem nicht auf direktem Wege dorthin. Und fahren noch um den einen oder andern Block und umrunden eine Fabrik. Dann fahren wir in ein Einkaufszentrum und müssen ein Parkticket lösen beim Einfahren. Mehr als genervt kommen wir bei Europcar an. Wir sind ziemlich stinkig was die drei Mitarbeiter dort aber nicht interessiert. Erny inspiziert mit einem das Auto. Dreckig, aber nicht eine Macke dran! Ich bitte darum, uns ein Taxi zu bestellen. 10-15 Minuten. Wir stehen mit unserem Gepäck draußen. Das Büro ist groß wie ein Handtuch. Nach 30 Minuten warten, gehe ich wieder rein und frage, wo unser Taxi bleibt. Sie hatte gerade mit dem Fahrer telefoniert. Er steht wie alle im Stau, ist aber gleich da. Dann kommt sie raus und wir gehen zusammen zum Eingang des Zentrums, wo ein Auto auf uns wartet. Es paßt nur ein Koffer in den Kofferraum, als kommt der andere auf den Vordersitz. Der junge Mann fährt uns zu unserem Hotel, wieder das Dazzler, nach Miraflores. Nach einer Stunde sind wir endlich da. Die Dame von Europcar sagten vorher, daß es 35 Soles, umgerechnet ca. 9 Euro kostet. Wir waren so lange unterwegs, aber er wollte nur die 35 Soles. Erny gibt ihm 50 und er ist glücklich.

Diesmal bekommen wir ein Zimmer in der 17. Etage. Der Ausblick ist noch schöner von hier oben.     

Wir sind ziemlich fertig. Mietwagen fahren in Lima ist als Fahrer und Beifahrer kein Vergnügen. Also essen wir im Hotel, weil wir hier bleiben wollen. Es gibt Pizza heute. Erny bestellt zur Erheiterung der Kellner eine Familienpizza. Der Mann hat Hunger. Sie haben viel Spaß damit, daß er sie komplett verputzt. Wir unterhalten uns noch ein wenig mit dem Kellner über Machu Picchu. Er ist aus Cusco und war ein paar mal dort oben. Hundemüde gehen wir auf unser Zimmer und schlafen zeitig ein. Gute Nacht, Lima.

 

07.12.2017 – Tag 14: Lima

 

Beim Frühstück sind die Kellner des Vorabends wieder da. Sie sind erstaunt, daß Erny schon wieder essen kann.  Sie sind alle sehr nett hier. Danach machen wir uns auf unseren Stadtteil zu besichtigen. Miraflores ist nicht die ärmste Gegend. Auch haben hier die Autos andere Fahrweisen. Man läßt Fußgänger passieren ! In Lima ist das lebensgefährlich eine Straße zu überqueren… Wir trauen ihnen nicht auf Anhieb. Was ist, wenn sie Gas geben, wenn wir in der Mitte der Straße sind. Aber nein, sie lassen uns gehen. Am Meer angelangt kommen wir durch viele schöne Parks.

Es ist bewölkt, aber T-Shirt-warm. Wir sitzen hier mal und dort mal und genießen die Gegend und schauen den Surfern beim Warten auf die großen Wellen zu. Irgendwann kommen wir zu dem Einkaufscenter Lacomar.

Das hätte genauso in Los Angeles, Las Vegas oder Orlando stehen können. Nur das es hier schön auf mehreren Ebenen in die Klippen gebaut wurde. Wir schauen uns die Geschäfte an und trinken bei Starbucks Frappuccino. Man sitzt hier schön draußen. Genau wie in USA ist alles vertreten. Ich esse ein wenig chinesisch, Erny Hamburger. Wir gehen langsam zurück am Meer entlang.

Auf einer Klippe üben Gleitschirmflieger den Start. Auf einer Bank sitzend schauen wir ihnen zu. Es ist schön den Tag so langsam zu begehen. Irgendwann sind wir zurück im Hotel und ruhen uns aus. Währenddessen überlegen wir unser Abendprogramm, wo gehen wir essen. Ich schaue bei Google Maps was in der Nähe liegt. Toni Roma’s nur ein paar Straßen entfernt! Erny fängt an zu sabbern und schmeckt die Spareribs schon. Wir machen uns auf den Weg, doch dort wo der Laden sein sollte, ist etwas anderes. Wir schauen uns den Laden an und ich lese etwas von Steaks. Geht auch. Leider haben sie eine geschlossene Gesellschaft. Erny ist sichtlich ungehalten. Ich schaue mich um. Es gibt ein Hähnchenrestaurant, doch da will er nicht. Also gehen wir die Straße entlang und kommen an einen Kreisverkehr mit allem was das Herz begehrt.  Wir entscheiden uns für TGI Friday, weil Erny jetzt unbedingt Rippchen will. Die Spareribs sind einfach lecker. Dank der Onionrings als Vorspeise reicht mein halbes Rippchen vollkommen aus.

Zufrieden machen wir uns auf den Heimweg. Ich habe zwar vorher gelesen, man soll nachts nicht durch die Straßen laufen, aber nach dem Essen tut das ganz gut. Außerdem sind wir nicht ängstlich. Und so kommen wir sicher im Hotel an. Gute Nacht, Lima.

 

08.12.2017: Letzter Tag in Peru

Unser letzter Tag in Peru bricht an. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und beschließen nochmal in die Altstadt zu fahren. Unsere Koffer werden eingelagert und wir gönnen uns einen Fahrer vom Hotel, um zum Plaza de Armas zu kommen. So weit kommen wir gar nicht, weil die Straßen zum Teil gesperrt sind. Also steigen wir schon vorher aus und laufen weiter. Hier ist heute eine Parade, aber wir können nicht rausfinden warum. Nur, daß Feiertag ist. Maria Empfängnis.

Musiker und Tänzer laufen durch die Straßen des historischen Zentrums. Sie kreuz immer mal wieder unseren Weg. Außerdem sind viele Kinder in weißen Kleidern oder Kutten unterwegs.    

Am Regierungspalast kommen wir gerade richtig zur Wachablösung. Auch mit viel Musik und natürlich El Condor Pasa, hört sich aber professioneller an als bei der Parade. Der Platz ist heute noch voller. Von einer Bank aus beobachten wir die Leute.           

Weiter geht’s zum Plaza San Martin. Hier ist eine Militärausstellung und es sieht aus als sollen junge Leute angeworben werden. Man kann sich auf Holzpferden, mit Panzern oder Soldaten fotografieren lassen. Interessant wie begeistert alle davon sind.    

Wir setzten uns in eins der Restaurants, in denen man draußen sitzen kann und essen eine Kleinigkeit. Am Plaza Grau trinken wir wieder einen Frappuccino. In der Karte ist ein Markt auf der gegenüberliegenden Seite eingezeichnet. Durch eine Unterführung gelangen wir dorthin. Was eine Überraschung ist, hier unten gibt es einen Busbahnhof mit Bussen, die wie U-Bahne geregelt und gesittet in einer Spur fahren. Bisher haben wir nur die überfüllten, eher schrottreifen, Busse gesehen. Der Markt ist eher wie ein Flohmarkt und so voll, daß wir darauf keine Lust haben.

Mit einem Taxi fahren wir zurück ins Hotel. Mittlerweile haben wir von KLM Bescheid bekommen, daß der Abflug eine Stunde später ist. Um 22.00 Uhr. Dadurch werden wir den Anschluß nicht bekommen und sind schon auf einen späteren Flug umgebucht. So haben wir fast 5 Std. Aufenthalt in Amsterdam.

Im Hotel machen wir uns noch frisch bevor uns ein Fahrer zum Flughafen fährt. Um die Wartezeit zu verkürzen gehen wir etwas essen und warten dann lesend am Gate. Im Flugzeug haben wir die gleichen Plätze wie auf dem Hinflug. Zum Glück habe ich nicht zugenommen. 

Die Wartezeit in Amsterdam ist endlos. Unser Pilot hat richtig Gas gegeben und wir waren nur eine halbe Stunde zu spät. Trotzdem hätte es mit den ganzen Kontrollen nicht gereicht. Wir sind froh als wir nach 50 Minuten Flugzeit in Düsseldorf landen. Die Koffer brauchen ewig und auch auf unser Auto warten wir ein paar Minuten. Erny muß sich wieder daran gewöhnen, ohne Hupen abzubiegen und einzuscheren.  Um 1.00 Uhr nachts sind wir da. Eine lange Rückreise.

 

Peru Folklore

Peruanische Tänze auf den Straßen Limas

 

Unser Fazit: 2 Wochen im Mietwagen durch Peru

 

Peru hat unsere Erwartungen übertroffen und wir fliegen sicher nochmal hin. So schön haben wir es uns nicht vorgestellt. Im Vorfeld haben wir von Kriminalität und Überfällen gehört. Natürlich muß man vorsichtig sein, aber wenn man sich verhält so wie man sich als Tourist verhalten soll, ist es ein sicheres Land zum Verreisen. Das mit den Polizeikontrollen wußten wir auch vorher und so war es eigentlich keine große Überraschung. Wir haben aber vor allem viel Positives erfahren. Wenn ich auf Spanisch gefragt habe, ob die Leute Englisch sprechen, haben sie sich noch dafür entschuldigt, daß es nicht so ist. Es wäre schön gewesen, wenn ich mehr gekonnt hätte, aber wir haben mit viel Lachen, Händen und Füßen immer erreicht was wir wollten. Die Menschen sind einfach nett und aufgeschlossen.

Es laufen sehr viele Straßenhändler rum. Mit Süßigkeiten, Getränken, Souvenirs, Sonnenbrillen usw. Ein kurzes „no, gracias“ hat gereicht, wenn wir nichts kaufen wollten, und sie gingen weiter.

Einiges gefiel uns natürlich nicht. Die Autofahrer sind einfach rücksichtslos und geben nicht nach. Das hat mich sehr genervt. An das ständige Gehupe, auch wenn es nichts zu hupen gab, gewöhnt man sich. Ein riesiges Problem ist der Müll, er liegt einfach überall und man hat das Gefühl, in der Bevölkerung gibt es noch zu wenig Aufklärung über die ökologischen Folgen. 

Wir können eine Reise im Mietwagen durch Peru empfehlen, jedoch waren die Fahrtage teilweise sehr lang, evtl. würde ich nächstes mal mehr fliegen. Aber es gab ja auch viel zu sehen. Der Weg ist das Ziel. Gravelroad als Beifahrer muß ich nicht so oft haben. Mit dem Wetter haben wir sehr viel Glück gehabt. Die Temperaturen lagen bei 20 bis 28 Grad. Perfekt! Und mit 2x 1 Stunde Regen können wir in der Regenzeit durchaus leben. Wichtig war, daß es am Machu Picchu trocken geblieben ist. Zwischendurch hat es während der Fahrt ein paar Tropfen geregnet, aber da saßen wir ja im Auto.

Peru sieht uns irgendwann mal wieder!


Weitere Reiseinspirationen, Ausflugsziele, Routen und Planungs-Tipps für deinen Peru-Trip findest du in unserem individuellen Reiseführer QUER DURCH PERU!

Jetzt Reisekosten-Tagebücher herunterladen und mit dem Planen deiner Peru-Reise beginnen.


Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:

evaneoslogo-baseline-vert (2) Kopie

*Werbung


Neugierig? Hol dir eine Leseprobe per E-Mail!

Kein Spam. Pures Peru-Wissen.

I agree to have my personal information transfered to MailChimp ( more information )
3 Kommentare
  • Martak Lothar diverse
    Antworten
    Posted at 2:21 pm, Mai 21, 2019

    Danke für die ausführliche Reisebeschreibung. Ich war 2017 etwa zur gleichen Zeit auf einer Rundreise in Peru aber drei Wochen und nicht nur im Süden. An viele Einzelheiten der geschilderten Reise z.B: am Titikaka-See usw. habe ich mich errinnert. Ich war allerdings auf einer Kunstreise mit vielen Ausgrabungsstätten, was für mich sehr interessant war. In Arequipa hatte ich xdeutesche Bergsteiger getroffen, die auf die fast 5000 m hohen Vulkane geklettert waren etc. Herzlichen dank für den Bericht.

  • Gudrun Kaschmer
    Antworten
    Posted at 10:16 am, Mai 26, 2019

    Vielen Dank für den tollen Bericht, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Wir haben eine Rundreise für Oktober gebucht und freuen uns sehr. Lieber wäre ich auch mit dem Auto unterwegs, aber meine 3 Mitreisenden haben sich nicht getraut. Ihr Bericht macht Mut, beim nächsten Besuch probieren wir es bestimmt.

Schreiben einen Kommentar!

Kommentar
Name
E-Mail
Website