Peru Klima: Was ist die beste Reisezeit für Peru?

Mit Wollpulli, Schal und einer Wärmflasche sitze ich auf meiner Couch in Cusco. Währenddessen geht draußen die Welt unter, es regnet wie aus Gießkannen. Ungewöhnlich, denn es ist Trockenzeit. Im Monat Juli dürfte es eigentlich gar nicht regnen hier in den Anden. Aber es regnet, und das schon seit Tagen. Wie überall auf der Erde spielt auch das Wetter in Peru verrückt. Und da haben wir noch gar nicht angefangen, dir zu erklären, mit welchem Wetter du in Peru rechnen kannst. Die Sache ist äußerst knifflig. Aber wir möchten dir beim Durchblick helfen, damit du die für dich beste Reisezeit bestimmen kannst.

 

In diesem Artikel klären wir folgende Punkte:

– Gibt es überhaupt eine „beste Reisezeit“ für Peru?
– Gibt es eine klare Haupt- und Nebensaison für Peru?
– Was kann ich in den Monaten von Januar bis Dezember erwarten?
– Lohnt sich eine Peru Reise in der Regenzeit?
– Was gibt es sonst noch zu beachten?


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Was ist die beste Reisezeit für Peru?

 

Gibt es überhaupt eine „beste Reisezeit“ für Peru?

Mit einem Wort: Nein. Für Peru gibt es keine beste Reisezeit. Dafür ist das Land einfach zu verschieden. Wie dir beim Blick auf die Landkarte sicherlich schon aufgefallen ist, unterteilt sich Peru in drei hauptsächliche Landesteile: Küste, Anden und Regenwald. Das Klima in diesen drei Zonen könnte unterschiedlicher nicht sein und natürlich ändert sich das Wetter in jeder Zone auch mit der jeweiligen Jahreszeit.

 

Wenn die Küstenbewohner in den Monaten von November bis April ihre Badehose anziehen und in die Badeorte fahren, verlässt der Andenbewohner sein Haus nur noch mit Regenjacke und Regenschirm. Wenn in den Anden die schöne Trockenzeit anbricht, werden die Nächte hingegen fürchterlich kalt, das Thermometer fällt schon mal gegen 0 Grad.

 

November bis April ist Sommerzeit an der Küste

 

Ebenso schwierig lässt sich die beste Jahreszeit für einen Dschungelaufenthalt bestimmen. In der Trockenzeit ist es einfacher Tiere zu sichten und tendenziell gibt es weniger Moskitos. Dafür ist die Vegetation in der Regenzeit üppiger und es ist nicht so extrem heiß wie in der Trockenzeit. Also wie du siehst, die beste Jahreszeit für eine Peru Reise gibt es nicht. Aber, und das ist das wichtigste: Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, du wirst sehen!

 

Gibt es eine klare Haupt- und Nebensaison für Peru?

Ja, die gibt es. Die Hauptreisezeit für Peru geht von Mai bis Oktober. Da die Hauptattraktionen wie Cusco, Machu Picchu und der Titicaca See in den Anden liegen, bietet sich die Trockenzeit für eine Reise an. Außerdem reisen besonders die Nordamerikaner wie auch die Europäer zu dieser Jahreszeit nach Peru, da Ferienzeit ist. Da in der Hauptreisezeit landesweit sehr viel los ist, sind internationale Flüge nach Peru spürbar teurer und auch vor Ort steigen die Preise für Unterkünfte. Besondere Hotels sollten in der Hauptreisezeit besser im Voraus gebucht werden.

 

Trockenzeit in den Anden: Blauer Himmel und Sonne pur

 

Die Nebensaison geht von November bis April und wird in den Anden durch die Regenzeit bestimmt. In diesen Monaten lässt es sich jedoch entspannter reisen, es sind weniger Touristen unterwegs und man kann viele Unterkünfte, Touren und Eintritte noch vor Ort buchen. An der Küste herrscht zu dieser Jahreszeit bestes Sommerwetter. Wer einen Badeurlaub an seine Peru Reise hängen möchte, macht das bestenfalls in diesen Monaten. 

 

Was kann ich in den Monaten von Januar bis Dezember erwarten?

 

Januar bis April:

– Sommerzeit an der Küste (bis zu 35 Grad), endlich ist Lima nebelfrei!

– Regenzeit in den Anden, Februar und März sind besonders regenreich

– Grüne und üppige Natur in den Anden und im Dschungel

– Regenzeit im Dschungel, der Wasserstand ist höher und mehr Moskitos

– Im Februar ist der Inka-Trail geschlossen

– Teilweise versperren Erdrutsche Straßen 

– Von Busreisen auf nicht asphaltierten Strecken ist abzuraten

 

Mai bis September:

– In Lima bedeckt Küstennebel die Stadt, Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad

– Trockenzeit in den Anden und beste Zeit für Trekkings

– Viele Feste im Mai und Juni

– Immer noch relativ grüne Natur

– Sehr kalte Nächte in den Anden

 

Oktober bis Dezember:

– An der Küste wird es wieder deutlich wärmer

– Die ersten Regenfälle setzen in den Anden ein

– Sehr trockene Landschaften

– Nächte werden in den Anden wieder wärmer

– Immer noch gute Jahreszeit für Trekkings

 

Lohnt sich eine Peru Reise in der Regenzeit?

Erst einmal: Wer auf so viel Sonne und trockenes Wetter wie möglich spekuliert, der reist ausschließlich in den Monaten von Juni bis Oktober, also in der Hauptreisezeit. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass es in der Trockenzeit regnet. Wir sind Zeugen der Klimaentwicklung der letzten sieben Jahre und können sagen: Der Klimawandel ist Realität! Noch nie hat es in der Trockenzeit so viel geregnet wie dieses Jahr, aber auch schon letztes Jahr hat es an ein paar Tagen ungewöhnlich viel geregnet. Das Problem ist, dass Trockenzeit gleich Winterzeit ist. Das bedeutet in den Anden wird es nachts sehr kalt (bis 0 Grad). Wenn jetzt noch der Regen dazukommt, wird es sehr ungemütlich und leider führt die extreme Kälte in noch höheren Andenregionen wie Puno zu vielen Todesfällen. Gerade kleine Kinder sind von der extremen Kälte betroffen.

 

Aber nun zurück zur Frage, ob sich die Regenzeit lohnt? Wir persönlich finden ja. Wie schon erwähnt, reisen weniger Touristen durch Peru, es ist günstiger und generell wärmer. Und Regen hin oder her – hier in den Anden regnet es niemals den ganzen Tag. Das Wetter ist sehr wechselhaft, das heißt Sonne und Regen wechseln sich ständig ab. Tendenziell ist zu beachten, dass sich die Regenzeit weiter nach hinten verschiebt. Das heißt, November und Dezember sind nicht so verregnet wie noch vor ein paar Jahren.

 

Rein landschaftlich hat die Regenzeit ganz klar ihren Vorzug: In den Anden und im Regenwald ist alles am Blühen und Gedeihen. Zu Verdeutlichung zwei Fotos aus dem Heiligen Tal, jeweils in der Trocken- und in der Regenzeit:

 

 

Aber und das ist auch relevant, in der Regenzeit kommt es jedes Jahr zu örtlichen Erdrutschen. Das kann auf der Strecke nach Machu Picchu sein, wo Geröll der Berge die Zuggleise blockieren oder auf Straßen durch die Anden. Gerade nicht asphaltierte Strecken, z.B. die Fahrt in den Manu Nationalpark, entpuppen sich in der Regenzeit zu sehr abenteuerlichen Wegen. Zum Glück sind die Peruaner sehr schnell im Straßenbauen und immer mehr Strecken sind zumindest asphaltiert.

 

Und noch ein Tipp für Fotografen: Die Regenzeit in den Anden kommt immer mit dramatischen Lichtspielen einher. Dunkle Wolken und davor strahlende Natur oder Häuser sorgen für gute Aufnahmen. Außerdem sieht man in der Regenzeit sehr viele Regenbogen in den Anden 😉

 

In den Straßen von Cusco, kurz vor dem Regen

 

Was gibt es sonst noch zu beachten?

– Bedenke, dass sich Machu Picchu in den Bergwäldern der Ostanden befindet und das Klima trotz Trockenzeit regnerisch ist. Eine Sonnengarantie für Machu Picchu gibt es also zu keiner Jahreszeit, auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf gutes Wetter in den Monaten von Mai bis Oktober höher ist.

 

– Wer einTrekking nach Machu Picchu plant, sollte bedenken, dass der berühmte Inka-Trail im Februar (regenreichster Monat) geschlossen ist. Alle andere Trekking-Touren sind ganzjährig machbar. Die Monate Januar bis März würden wir für ein Trekking dennoch nicht empfehlen.

 

– Was die Kleidungswahl angeht, möchten wir nochmal auf diesen Artikel (Welche Kleidung brauche ich für Peru?) verweisen. Dort erklären wir dir, welche Kleidung du für welche Klimazone und zu welcher Jahreszeit brauchst.

 

Und nun, welche Jahreszeit ist die beste für dich? Hinterlass‘ uns deine Antwort als Kommentar. Wir freuen uns!


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Hola! Ich bin’s Nora, Mitgründerin von QUER DURCH PERU. Ohne Ceviche, Höhenluft und Cumbia-Klänge kann ich nicht mehr leben. Auf unserer Seite teile ich mit dir meine Reisetipps für Peru!


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8 Kommentare
  • Sandra
    Antworten
    Posted at 10:09 am, Juli 29, 2018

    Hi ihr beiden,
    wir waren dieses Jahr im Mai in Peru und für uns war es die perfekte Reisezeit. Noch nicht so voll (so haben es uns zumindest auf den Touren die Guides berichtet) und z.B. im Colca Canyon und am Titicacasee noch nicht ganz so kalt wie Juni – August. Aber bereits super Wetter überall gehabt (mit Ausnahme von Lima). Können wir weiterempfehlen!
    Sandra

  • Florian
    Antworten
    Posted at 11:39 am, Juli 29, 2018

    Hi und vielen Dank für eure vielen tollen Artikel!
    Für meine 6 Wochen in Peru Ende des Jahres habe ich schon so viel nützliches gelernt, dass die Vorfreude noch gestiegen ist 🙂
    Da es ja Okt/Nov/Dez in den Anden langsam wärmer wird wollte ich euch fragen, ob ihr für diese Zeit auch schon eine dünne Regenjacke und normale Kleidung fürs Trekking empfehlen würdet oder eher gefütterte Sachen, Merino etc.?
    Viele Grüße und hoffentlich bis bald in Peru 😀

  • Sabine
    Antworten
    Posted at 1:44 pm, Juli 30, 2018

    Hallo, ihr beiden,
    ich war Ende März bis Anfang April in Peru und mit eurem tollen Reiseführer konnte ich mich wunderbar auf die Reise vorbereiten. Wir hatten in Paracas wirklich schönstes Sommerwetter, es war richtig heiß. Den Machu Picchu besuchten wir bei idealen Temperaturen von vielleicht 25 Grad und herrlichstem Sonnenschein, den Tag davor soll es aber den ganzen Tag geregnet haben. Am Titicaca-See war genauso schönes Wetter, 25 Grad, Sonne satt und es war angenehm leer. Unsere Reiseführerin berichtete uns von Hunderten von Booten, die im Sommer gleichzeitig auf den See fahren, während es für uns sehr entspannt war. Vielen Dank für eure Infos!
    Liebe Grüße,Sabine

  • Anja Etschel
    Antworten
    Posted at 6:02 am, Juli 31, 2018

    Hallo Nora, letzte Woche gab es lange Staus auf der Strecke vom Colca-Tal nach Puno wegen Schneefall. Es ist also nicht üblich, dass in dieser Höhe zu dieser Zeit Schnee fällt? Grüsse Anja

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