Peru Reiseroute: 7 Tage für Cusco, Heiliges Tal und Machu Picchu

Du möchtest einen Besuch in Cusco und Machu Picchu mit dem Heiligen Tal verbinden und weißt nicht wie? Und überhaupt, wie lange sollte man in den einzelnen Orten verweilen? Wir zeigen dir, wie du 7 Tage für Cusco, das Heilige Tal und Machu Picchu optimal planen und gestalten kannst!


Hinter QUER DURCH PERU steht kein großer Verlag, sondern zwei verrückte Menschen, die Peru lieben und leben. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Reisenden ist uns sehr wichtig, darum haben wir eine große Reise-Community bei Facebook aufgebaut. Hol‘ dir noch heute unser Taschenbuch oder das E-Book und sichere dir den Zugang zu unserer exklusiven Reise-Community bei Facebook!


Tag 1: Erster Tag in Cusco

Du kommst in Cusco an, entweder mit dem Flugzeug aus Lima oder mit dem Bus aus Puno oder Arequipa. Heute nimmst du es locker, denn schließlich musst du dich an die Höhe von 3.430 Metern gewöhnen. Ein Erkundungsspaziergang steht für heute auf dem Plan. Am besten startest du beim Hauptplatz von Cusco, der Plaza de Armas. Mit einem Papayasaft, Kokatee oder einem Kaffee in den Händen setzt du dich auf die Steinstufen vor der Kathedrale und lässt das Treiben auf dich wirken. Du kannst auch mal bei der Touristeninformation von iPeru vorbeischauen (Portal Harinas 177) und dir eine Karte von Cusco geben lassen, so fällt die Orientierung gleich viel leichter.

 

Touristeninformation iPeru am Hauptplatz von Cusco

 

Danach kannst du den San Pedro Markt erkunden oder zum Künstlerviertel San Blas hochlaufen. Eine andere Möglichkeit ist der Besuch der sehenswerten Kathedrale (am besten mit deutschem Audio-Guide) oder ein Besuch im Sonnentempel von Korikancha in der Avenida del Sol.  

 

Im Künstlerviertel San Blas

 

Tag 2: Zweiter Tag in Cusco

Heute bist du vermutlich schon besser akklimatisiert und kannst eine Wanderung auf eigene Faust zu den Ruinen oberhalb von Cusco unternehmen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder du bist im Besitz vom Touristenticket („Boleto Turistico“ für 130 Soles) und startest direkt bei der Inka-Festung „Saqsayhuaman“ oder du hast kein Ticket und machst die Wanderung so, dass du kein Ticket vorzeigen musst (in diesem Fall kannst du Saqsayhuaman nicht betreten).

 

Die Inka-Festung „Saqsayhuaman“

 

Option 1 (Du hast das Ticket): Du läuft beim Hauptplatz hoch in Richtung San Cristobal. Das dauert knapp 15 Minuten. Bei der Kirche von San Cristobal hast du den ersten tollen Blick über Cusco. Von dort folgst du der Hauptstraße und gelangst innerhalb von 3 Minuten zum unteren Eintritt nach Saqsayhuaman. Dort musst du dein Ticket vorzeigen, du kannst es dort aber auch kaufen. Wenn du Student bist, bekommst du das Ticket mit dem ISIC-Ausweis für 70 Soles. Vom Eintritt dauert die Wanderung hoch zu den Ruinen nochmal 10 Minuten. Du kommst sicher schnell aus der Puste aber bitte, take it easy 😉

 

Wir finden, Saqsayhuaman ist eine der beeindruckendsten Inka-Ruinen des Landes, der Eintritt lohnt sich also wirklich. Wenn du die Ruinen mit seinen gigantischen Steinmauern ausgiebig erkundest hast, kannst du hinüber zum Cristo Blanco gehen. Von dort hast du ebenfalls einen tollen Blick über Cusco.

 

Statue Cristo Blanco: Beschützer der Stadt …

 

Wenn du die Rundtour machen möchtest, folgst du der Straße nach Pisaq knapp 200 Meter und kommst zu den Ruinen von Q’enqo. Diese sind ebenfalls im Ticket inbegriffen. Hinter Q’enqo führt ein Weg zu einer Hochebene, wo sich der Mondtempel befindet, dieser ist kostenlos. Von dort kannst du über den „Camino Inca“ (Inka-Trail) zurück nach San Blas wandern. 

 

Option 2 (Du hast kein Ticket): Im Prinzip machst du die Wanderung genau anders herum. Du startest deine Wanderung in San Blas bei der Bar „KM 0“. Rechts neben der Bar geht die Gasse steil hinauf, du kommst an einigen Geschäften und kleineren Unterkünften vorbei. Du folgst dem Weg kontinuierlich bergauf, knapp 10 Minuten, bis du zu einer Hauptstraße kommst. Diese überquerst du (vorsichtig) und läufst rechts den Hügel hinauf bis du zu einem deutlichen breiten Weg kommst. Dieser führt in 10 Minuten hinauf zum Mondtempel, den du kostenlos besuchen kannst. Vor den Ruinen führt ein Trampelpfad über das Feld, diesen folgst du einfach bis zu einem asphaltierten Weg, der dich bis nach Q’enqo bringt. Zwar kannst du diese Ruinen nur mit einem Ticket besuchen, aber es gibt auch „Q’enqo chico“ (Kleine Q’enqo) und diesen Ort kannst du ohne Ticket betreten. Dazu folgst du einfach dem Weg bis du links den Eucalyptus-Wald und das Schild „Q’enqo chico“ siehst. Folge der Hauptstraße weitere 4 Minuten und du siehst bereits die Statue vom weißen Cristo Blanco. Genieße einen hervorragenden Blick und laufe dann auf der gegenüberliegenden Seite hinab nach Saqsayhuaman. Betreten darfst du die Ruinen ohne Ticket natürlich nicht, aber vom Cristo Blanco hast du bereits einen guten Blick und du darfst den Weg in Richtung San Cristobal auch ohne Ticket zurücklaufen. Somit kommst du beim unteren Eintritt heraus und kannst über das Viertel San Cristobal zurück ins Zentrum laufen. 

 

Den restlichen Tag kannst du auf vielfältige Weise nutzen. Eventuell machst du einen Abstecher ins Schokoladen-Museum, stöberst durch verschiedene Hinterhöfe auf der Suche nach dem perfekten Baby-Alpaka-Schal oder Pullover, erkundest Museen und Kunst-Galerien. 

 

Hinterhof-Shopping in Cusco

 

Tag 3: Pisaq im Heiligen Tal der Inka

Das Heilige Tal der Inka nördlich von Cusco ist so schön, dass wir dir einen zweitägigen Besuch mit Übernachtungen in Pisaq, Urubamba oder Ollantaytambo empfehlen. Dein Hauptgepäck kannst du für deinen Besuch im Heiligen Tal in deiner Unterkunft in Cusco lassen. Höchstwahrscheinlich fährst du vom Heiligen Tal direkt nach Machu Picchu, in diesem Fall solltest du dir gut überlegen, was in Cusco bleibt und was mit muss (Dein Original-Reisepass ist super wichtig für Machu Picchu!).

 

Den ersten Tag kannst du mit dem Kleinbus nach Pisaq fahren. Die öffentlichen Combis fahren in der Straße Puputi ab und kosten um die 6 bis 7 Soles. Die Fahrt dauert eine Stunde. In Pisaq angekommen, kannst du den farbenfrohen Kunsthandwerk-Markt besuchen sowie die archäologische Stätte oberhalb von Pisaq, die sehr imposant ist. Auch dafür brauchst du das Boleto Turistico. 

 

Archäologische Stätte von Pisaq

 

Nun hast du die Wahl, ob du die Nacht in Pisaq verbringst oder ob du noch nach Urubamba und Ollantaytambo weiterfährst, um dort zu übernachten. Die Fahrt von Pisaq nach Urubamba dauert im öffentlichen Bus gut eine Stunde.

 

Tag 4: Maras & Moray im Heiligen Tal der Inka

Die Salzterrassen von Maras sowie die kreisförmigen Inka-Terrassen von Moray solltest du dir nicht entgehen lassen. Wir finden diese Orte wirklich magisch! Da diese Orte etwas abgelegen von Urubamba oder Chinchero liegen, macht es Sinn, sich um einen privaten Transport zu kümmern. Moray kannst du nur mit dem Touristenticket besuchen. Maras hingehen kostet 7 Soles und kann ohne Boleto Turistico besucht werden. 

 

Vielleicht interessiert dich auch eine Tages-Tour mit dem Bike nach Maras und Moray? Auch das ist möglich und kannst du dir von Cusco aus organisieren. 

 

Immer wieder einen Besuch wert: Die Salzterrassen von Maras


Ebenfalls beeindruckend: Moray!

 

Tag 5: Ollantaytambo und Zug nach Machu Picchu 

Den Vormittag kannst du nutzen, um das idyllische Örtchen Ollantaytambo zu erkunden. Auch dieser Ort verfügt über Inka-Ruinen, die aufgrund ihrer Lage und Größe sehr beliebt sind. Wenn du kein Boleto Turistico für den Eintritt hast, kannst du auch die Lagerhäuser auf der gegenüberliegenden Bergseite erwandern. Diese sind nicht nur kostenlos, sondern man hat von dort einen genialen Blick über Ollantaytambo, das Tal und die Inka-Anlage. 

 

Blick auf Ollantaytambo und seine Ruinen

 

Gegen Mittag kannst du dann zur Zugstation herunterlaufen, eventuell mit einem Mittagessen im berühmten Restaurant „El Albergue“ verbinden, und im Anschluss mit der Eisenbahn von Peru-Rail oder Inca-Rail nach Aguas Calientes (Machu Picchu Dorf) fahren. Die Reise im Zug dauert knapp zwei Stunden und das Zugticket solltest du für die Hauptreise-Saison einige Tage bis Wochen im Voraus gebucht haben. 

 

Blick aus dem Panorama-Fenster

 

In Aguas Calientes angekommen, nutzt du den späten Nachmittag für einen Rundgang im touristischen Dorf am Fluss Urubamba. Wahrscheinlich gehst du aber sehr früh schlafen, denn ein Besuch in Machu Picchu startet schon sehr früh!

 

Artikel-Tipp: Wie du in 10 Schritten nach Machu Picchu kommst.

 

Tag 6: Besuch in Machu Picchu und Rückreise nach Cusco

Auf diesen Tag hast du sicher gewartet: Morgens um 05:30 Uhr fahren die ersten Shuttle-Busse hoch zu den Ruinen. Die ersten Touristen stellen sich bereits ab 03:00 Uhr in der Nacht in die Schlange, um eine der ersten Besucher des Tages zu sein. Verrückt oder? Du kannst dir aber auch die 24 US$ für die Busfahrt (Hin- und zurück) sparen und nach Machu Picchu wandern. Das dauert in etwa eine Stunde. Ein früher Besuch in Machu Picchu macht vor allem dann Sinn, wenn du einen der Aussichtsberge, also „Huayna Picchu“ oder „Montaña“ besteigen möchtest (Tickets dafür müssen mindestens einen Monat im Voraus gebucht werden!). 

 

Höhepunkt deine Peru Reise: Machu Picchu 🙂

 

Wenn du den Massen aus dem Weg gehen möchtest – ok, das wird in Machu Picchu niemals wirklich möglich sein – kannst du auch etwas später mit dem Bus hochfahren. Am Nachmittag lassen die Touristenmassen deutlich nach und es wird zumindest ein bisschen ruhiger in Machu Picchu. 

 

 

So oder so empfehlen wir dir, nach deinem Besuch in Machu Picchu mit dem Zug zurück nach Cusco zu fahren. Erstens sind die Übernachtungspreise in Aguas Calientes deutlich teurer und zweites ist es in Cusco einfach schöner 😉

 

Tag 7: Freier Tag in Cusco

Ein „letzter freier Tag in Cusco“ sollte in keinem Reiseprogramm fehlen. Warum? Weil sich jeder wünscht, noch einmal über die vielfältigen Märkte zu schlendern, die letzten Mitbringsel zu kaufen, sich in die tollen Cafés zu setzen und um abends das quirlige Nachtleben auszukosten. 

 

Letzter Abend in Cusco …


Weitere Reiseinspirationen, Ausflugsziele, Routen und Planungs-Tipps für deinen Peru-Trip findest du in unserem individuellen Reiseführer QUER DURCH PERU!

Jetzt Reisekosten-Tagebücher herunterladen und mit dem Planen deiner Peru-Reise beginnen.


Wer da schreibt? 

Hola! Ich bin’s Nora, Mitgründerin von QUER DURCH PERU. Ohne Ceviche, Höhenluft und Cumbia-Klänge kann ich nicht mehr leben. Auf unserer Seite teile ich mit dir meine Reisetipps für Peru!


Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:

evaneoslogo-baseline-vert (2) Kopie

*Werbung


Neugierig? Hol dir eine Leseprobe per E-Mail!
2 Kommentare
  • Dirk
    Antworten
    Posted at 10:53 pm, Januar 14, 2019

    Ich plane im Sommer dieser route weitestgehend zu folgen. Ich werde vorher in Puno sein und plane mit einem morgendlichen Bus von dort nach Cusco zu fahren. Ist es möglich/sinnvoll nach Ankunft in Cusco direkt weiter nach Pisaq zu fahren und dort am nächsten Tag mit dem Programm für Tag 3 fortzufahren? Das Programm für Cusco würde ich dann erst zum Schluss machen.

    Danke
    Dirk

    • Anne
      Antworten
      Posted at 1:06 pm, Januar 15, 2019

      Hallo Dirk,

      danke für deinen Kommentar. Da du ja durch Puno bereits an die Höhe gewöhnt bist, würde ich sagen, das tut sich nicht viel.
      Nach Pisaq fahren in regelmäßigen Abständen Combis, es sollte also kein Problem sein dort hin zu gelangen.

      Viele Grüße
      Anne

Schreiben einen Kommentar!

Kommentar
Name
E-Mail
Website