Vegan essen in Lima – Unsere Food-Walking Tour mit Exquisito Peru

Dieser Artikel enthält Werbung für Exquisito Peru*.

 


 

Vegan essen in Lima – das klingt erstmal nach einem Widerspruch, oder? Schließlich ist Peru bekannt für seine Fleisch- und Fischgerichte wie Lomo Saltado oder Ceviche. Wir beide lieben vegetarische Küche, oftmals essen wir sogar vegan, wenn möglich. Das ist leider in Peru gar nicht so einfach! Umso neugieriger waren wir, als wir hörten, dass Exquisito Peru eine vegane Food-Walking Tour durch den Stadtteil Barranco anbietet. Peruanische Kulinarik einmal vegan erleben? – Das lassen wir uns nicht 2x sagen! In diesem Artikel berichten wir dir von unserer veganen Schlemmertour durch Lima und was dabei so alles auf den Tisch kommt. (Wir raten dir übrigens, vor dem Lesen dieses Artikels zu essen – spätestens danach hast du nämlich richtig Hunger ;))

 

 

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Unser Samstagmorgen beginnt mit einem Mini-Frühstück – schließlich soll noch Platz bleiben für all’ die Schlemmereien, die uns heute noch erwarten werden. Also erstmal nur ein Kaffee, um den Rest wird sich schon Alberto sorgen – unser Guide für heute. Nach einem kurzen Spaziergang durch Barranco treffen wir Alberto, der sich freut, die Foodtour sogar heute mal auf Spanisch mit uns machen zu können. Viele Reisende, die die Tour machen, sprechen besseres Englisch als Spanisch, für die Guides von Exquisito Peru übrigens gar kein Problem. Alberto ist ungefähr in unserem Alter und interessiert sich sehr für die vegane Küche, auch wenn er selbst nicht vegan lebt. „Ich habe das mal eine zeitlang ausprobiert, das hatte einen wirklich positiven Einfluss auf meine Gesundheit und ich habe mich richtig wohl gefühlt. Irgendwann bin ich dann wieder schwach geworden“ lächelt er entschuldigend. Kein Wunder, wenn man in einem Land lebt, in dem Fleisch bei so gut wie jedem Gericht Hauptbestandteil ist.

 

Erster Stopp: Empanadas bei „La Panadera“

 

Alberto führt uns ein paar Meter, bis wir am ersten Halt dieses Tages ankommen. Der kleine, unscheinbare Laden „La Panadera“ taucht in keiner (veganen) App auf wie Happy Cow und ist somit ein kleiner Geheimtipp. Wir setzen uns und trinken einen Granatapfelsaft und bekommen eine leckere Gemüse-Empanada serviert. Diese Art von gefüllten Teigtaschen gibt es in ganz Lateinamerika, meistens enthalten sie pollo, also Hühnchen. Diese hier sind gefüllt mit Möhren, Lauch, Zwiebeln, Spinat, Paprika und einigen anderen Gemüsesorten.

In dem Laden wird vor allem Brot, die verschiedensten veganen Kekse und Snacks angeboten.

Unser erster Hunger wurde gestillt – Zeit für einen Rundgang über den Markt.

 

Gemüse Empanadas zum Frühstück

 

Zweiter Stopp: Der Markt von Barranco „El Capullo“ und das Café Negro

 

Weiter geht es mit Guide Alberto nur eine cuadra (einen Block) bis zum kleinen Mercado „El Capullo“, einem lokalen Markt für die Anwohner Barrancos. Wir streifen durch die Gänge und bleiben an einem Marktstand hängen, der jede Menge interessante Früchte anbietet. „Habt ihr die schonmal probiert?“ fragt uns Alberto und zeigt auf die Granadillas. Die kleinen Früchte gehören zur Gattung der Passionsblumenfrüchte und man isst sie, indem man mit dem Daumennagel ein kleines Loch einsticht und die Granadilla ringsum öffnet. Dann wird geschlürft, was das Zeug hält. Die Kerne sind verdaubar und man kann sie mitessen, sollte jedoch eher nicht drauf kauen. Neben der Granadilla kosten wir noch einige andere Früchte, zum Beispiel unsere Lieblingsfrucht Chirimoya, deren süßes zuckriges Fruchtfleisch ein echtes Highlight ist.

 

 

Der Markt verkörpert im Kleinen, was gerade in ganz Peru zu beobachten ist: Tradition trifft Moderne. Neben den klassischen Markständen mit Obst und Gemüse, jeder Menge Ajís, Kartoffeln jeder Größe und Farbe und halben Hähnchen findet man hier auch den kleinen, hippen Kaffeeladen Café Negro. Zeit für ein zweites Frühstück.

Kaffeebesitzer Roberto erklärt uns, dass er möchte, dass die Peruaner mehr in den Geschmack ihrer eigenen Kaffeebohnen kommen. Schließlich gehört Peru zu den größten Kaffeeproduzenten weltweit und ist berühmt für seinen aromatischen Kaffee, „leider wird jedoch ein Großteil exportiert, die meisten Peruaner trinken daher Instant-Coffee“. Gemeinsam mit seiner Partnerin Mariana ist Roberto durch das ganze Land gereist um den großartigen Kaffee zu finden, den er in Jaen in Nordperu gefunden hat. Das kleine Café im Markt betreiben sie erst seit wenigen Monaten. Mariana serviert uns köstliche Tostadas mit Avocado während wir richtig guten Kaffee genießen und das den fröhlichen Trubel um uns herum beobachten. Das Café liegt strategisch neben der berühmten Cevicheria Canta Ranita, die jede Menge Menschen anzieht und für eine fröhliche, ausgelassene Stimmung sorgt.

 

In direkter Nachbarschaft: Die belebte Cevicheria Canta Ranita.

 

Zum Nachtisch bringt uns Alberto noch einen veganen Lucuma-Shake, der mit Mandelmilch zubereitet wurde.

Wir spazieren weiter durch Barranco und seine bunten Häuserfassaden. Der Stadtteil hat sich in den letzten Jahren zum „Hipsterviertel“ Limas entwickelt: Streetart und Kunstgalerien, Biomärkte und Boutiquen sprießen hier derzeit zu Hauf aus dem Boden. Es fühlt sich ein bisschen an wie Kreuzberg in Berlin. An der „Puente de los Suspiros“ halten wir mit Alberto kurz an: „Ihr müsst tief einatmen, über die Brücke laufen, auf halber Strecke stehen bleiben und euch etwas wünschen. Nur wenn ihr bis zum Ende der Brücke mit dem selben Atemzug kommt, geht euer Wunsch auch in Erfüllung“. Jeder, der in Barranco an der berühmten Brücke vorbeikommt, staunt über das interessante Graffiti an der Wand gegenüber. Streetart Künstler Jade Rivera, verantwortlich für das Meisterwerk, hat direkt daneben eine kleine Kunstgalerie, es befindet sich eine weitere Galerie ein Stück weiter in Barranco. Die Mischung aus veganem Essen und Streetart gefällt uns bei dieser Tour besonders gut.

 

Dritter Stopp: Chilcano in der Bodega Piselli

 

Was wäre eine Foodtour, ohne wenigstens einen Drink mit dem Nationalschnaps Pisco zu trinken? Wir betreten die Bodega Piselli, eine typische, alte peruanische Kneipe. Es ist früher Nachmittag, das hält offenbar einige Peruaner nicht davon ab, sich bereits den einen oder anderen Drink zu genehmigen. Die Kneipe ist urig, wir sind die einzigen Touristen und ziehen natürlich doppelte Aufmerksamkeit auf uns, als uns der Barkeeper einlädt hinter der Bar einen klassischen Chilcano zu mixen. Einen Cocktail aus Pisco, Limettensaft, Ginger Ale, Eis und Zucker. Salud!

 

 

 

Vierter Stopp: Biotienda von Barranco

 

Gleich um die Ecke befindet sich der Bioladen „Biotienda“, in dem man neben den typischen Bioprodukten auch tolle Mitbringsel und exotische Lebensmittel findet wie Lucuma- oder Maca-Pulver. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Naturkosmetik.

 

Fünfter Stopp: Schlemmen im Germinando Vida

 

Unser vorletzter Stopp ist gleichzeitig auch unser längster: Das vegane Restaurant „Germinando Vida“. Denn hier werden wir gleich drei Klassiker der peruanischen Küche kosten. Unsere Vorspeise ist eine vegane Causa mit Quinoa. Dieser geschichtete, kalte Kartoffelsalat enthält neben würzigen Kartoffeln, Avocado und Champignons auch Camote, Süßkartoffelchips.

Als Hauptgang Nr. 1 gibt es Lomo Saltado, welches normalerweise ein typisches Fleischgericht ist. Das Rindfleisch wurde in diesem Fall mit Champignons ersetzt, welche perfekt durch die roten Zwiebeln, die Paprika und knusprigen Pommes ergänzt werden. Dazu gibt es Vollkornreis.

Als wenn wir nicht schon pappsatt wären, stellt uns Alberto einen weiteren Teller vor die Nase: Veganes Ceviche aus Mango und Champignons – ein Gedicht! Ceviche ist sozusagen Nationalgericht Perus und wird traditionell mit rohem Fisch zubereitet, welcher in einer scharfen Limettensoße durchgart. Die pflanzliche Variante enthält genau diese Zutaten und Geschmäcker, die das Ceviche zu so einem genialen Essen machen: Die Mischung aus sauer und scharf gepaart mit der süßen Mango und dem salzigen Mais ist schlicht perfekt. Wir können zurecht behaupten, dass es eine wahre Geschmacksexplosion ist und dass auch jeder Fleischesser diese vegane Alternative mal probiert haben sollte. (Kleiner Tipp: Alle Gerichte findet man auch auf der normalen Karte des Germinando Vida).

 


 

Sechster Stopp: Eis essen im Crem dela Crem

 

Pappsatt rollen wir um die Ecke und befinden uns auf der schönen Plaza de Barranco, auf der sich auch die rosafarbene Bibliothek befindet. Gleich nebenan wartet das letzte Highlight auf uns: Die Eisdiele „Crem dela Crem“. Hier gibt es neben Milcheis auch viele Sorbets und veganes Eis, am Besten fragt man einfach mal nach „vegano“. Zugegeben: Wir haben uns gegen das Sorbet und für den Geschmack „Dulce de Leche“, „Lucuma“ und Heidelbeere entschieden – wir konnten nicht anders 😉

 

 

Unser Fazit der Foodtour:

 

Am Eiscafé endet unsere Foodtour mit Alberto von Exquisito Peru und schweren Herzens verabschieden wir uns von ihm. Wir sind begeistert von dem Tag und sind uns sicher: Die nächsten Tage wird gefastet!

Vegan essen in Lima ist wirklich kein Problem, sondern vielmehr ein kulinarischer Höchstgenuss! Auch wenn es in ländlichen Regionen mit veganem Essen sicherlich schwerer aussieht, so bietet doch Lima, und vor allem Barranco (und Miraflores) jede Menge Möglichkeiten, die peruanische Küche einmal vegan zu erleben. Das Land selbst bietet alle Zutaten, die es braucht.

Probiert es einfach mal aus! 


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Wer da schreibt? 

Hola! Ich bin Anne, Mitgründerin von QUER DURCH PERU. 2011 bin ich zum ersten Mal nach Peru gereist: Geplant waren 6 Monate, daraus wurden 2 Jahre. Seitdem zieht es mich regelmäßig in das schönste Land der Welt.


Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:

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