Wichtige Änderungen für Machu Picchu ab Juli 2017 – Neue Besuchszeiten und Zutritt nur noch mit Guide

In Machu Picchu ändert sich demnächst einiges! Wir haben dich ja schon vor einigen Wochen über die Neuerungen in Machu Picchu informiert.

Vor wenigen Tagen erreichte uns dann die aufgeregte E-Mail einer Leserin, die uns darauf hingewiesen hat, dass sich ab dem 01. Juli 2017 noch viel mehr in Machu Picchu ändert, als zunächst angenommen. Worum es sich bei diesen Änderungen handelt und was das für deine Peru-Reise bedeutet, erfährst du in diesem Artikel.

 


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1. Der Einlass erfolgt in 2 Schichten

 

Bisher war es möglich, noch vor dem Morgengrauen am Eingang von Machu Picchu zu warten und als einer der ersten den Sonnenaufgang über der Inkastätte zu bewundern. Es gab kein Zeitlimit und du konntest dich theoretisch den ganzen Tag in den riesigen Ruinen umschauen.

 

Dies wird sich ab Juli 2017 ändern. Der Einlass erfolgt demnächst in 2 Schichten:

Schicht: Von 6.00 bis 12.00 Uhr

Schicht: Von 12:00 bis 17:30 Uhr

In der ersten Schicht werden zwischen 45 % und 55% der Besucher eingeteilt werden. Du sieht also, dass weder die eine, noch die andere Schicht mehr oder weniger stark belastet wird und vermutlich je nach Tag ein klein wenig variieren können.

Wer den ganzen Tag in Machu Picchu verbringen möchte, muss Tickets für beide Schichten kaufen.

 

Alle Tickets, die ab Juni 2017 gekauft wurden, sind bereits einer Schicht zugeteilt.

Alle Tickets, die bereits vor Juni gekauft wurden, behalten dennoch ihre Gültigkeit (bestätigte Information der Tourismusbehörde Prom Perú).

Diese neuen Regelungen sollen von nun an zunächst für 2 Jahre so bestehen. Wir gehen aufgrund der steigenden Besucherzahlen allerdings nicht davon aus, dass sich die Regeln danach lockern werden.

 

Für alle, die Huayna Picchu oder Montaña Machu Picchu besteigen möchten, werden ebenfalls verschiedene Schichten angeboten, allerdings bisher nur in der ersten Schicht.

 

Huayna Picchu:

 

Machu Picchu + Huayna Picchu 1. Gruppe: 7.00-8.00 Uhr

Machu Picchu + Huayna Picchu 2. Gruppe: 10.00 – 11.00 Uhr

 

Montaña Machu Picchu:

 

Machu Picchu + Montaña 1. Gruppe: 7.00 – 8.00 Uhr

Machu Picchu + Montaña 2. Gruppe: 9.00 – 10.00 Uhr

 

Screenshot der offiziellen Machu Picchu Seite, die auf spanisch die Änderungen ankündigt

 

 

2.  Machu Picchu kann nur noch mit Guide betreten werden

 

Der Zutritt zu Machu Picchu war bisher auf eigene Faust möglich, ein Guide war nicht vorgeschrieben. Auch dies ändert sich mit den neuen Vorschriften, die ab dem 01. Juli 2017 in Kraft treten. Bei Zutritt ab dem 01. Juli 2017 ist es nötig Machu Picchu in einer Gruppe mit Guide zu besichtigen. Die Guides sollen den Besucherstrom auf positive Weise leiten und so über die Ruinen verteilen, sodass der Platz vor Ort besser ausgenutzt wird. Vor allem aber sollen sie das Weltkulturerbe schützen, in der Vergangenheit gab es zahlreiche Verstöße gegen die Verhaltensregeln in Machu Picchu und die Ruinen wurden teilweise schwer beschädigt.

 

Ab dem 01. Juli 2017 werden am Eingang Kleingruppen gebildet, die dann mit Guide durch Machu Picchu geführt werden:

 

  • Die maximale Personenanzahl pro Gruppe ist 16 Personen
  • Der Guide organisiert die Gruppe am Eingang zu Machu Picchu und schaut, dass auch alle nach der Führung durch Machu Picchu wieder am Ausgang ankommen
  • Der Wieder-Eintritt nach Machu Picchu ist NICHT gestattet, allerdings hat uns ein Leser berichtet, dass es möglich ist, vom Guide ein (neues) Ticket für den folgenden Tag ausgehändigt zu bekommen, dass ermöglicht, Machu Picchu nochmal auf eigene Faust zu besuchen. Wir werden auf jeden Fall weiter berichten. 
  • Die Länge der Führung dauert 2 Stunden
  • Die Gruppen dürfen sich innerhalb Machu Picchu nicht überholen
  • Gruppen, die über ein Trekking, zum Beispiel über den Inka Trail nach Machu Picchu gelangen, werden von ihrem Guide am Eingang kontrolliert und durch Machu Picchu geführt.

 

Wir gehen davon aus, dass dies bereits alle Besucher ab dem 01. Juli 2017 betrifft, und das am Eingang Gruppen gebildet werden, die während des gesamten Besuches in Machu Picchu bestehen bleiben. Wir konnten dazu jedoch noch keine bestätigte Information finden, halten dich aber auf dem Laufenden.

 

Außerdem können wir uns grade noch nicht genau vorstellen, wie alles weitere nach der Führung organisiert sein wird, schließlich dauert die Führung „nur“ ca. 2 Stunden, die gesamte Schicht ist jedoch 6 Stunden lang. Möglicherweise bietet sich also nach diesen 2 Stunden die Möglichkeit, Machu Picchu noch ein wenig auf eigene Faust zu entdecken und dann nach Ablauf der Zeit gemeinsam mit dem Guide die Ruinen wieder zu verlassen.

 

Die gesamte Durchführung ist uns also auch noch nicht ganz klar, natürlich halten wir dich weiterhin auf dem Laufenden.

 

 

3. Der Eintritt ist seit Anfang 2017 teurer und wird sich mit den neuen Bestimmungen auch nicht halbieren

 

Auch wenn die Eintrittspreise zum 01. Juli nicht steigen, so sind sie bereits seit dem 01. Januar 2017 teurer. Trotz der Halbierung der Zutrittszeit, wird der Eintritt jedoch beibehalten und nicht wieder gesenkt.

 

Der Preis pro Person liegt bei 152 S./ (ca. 40,90 €) für Ausländer, also z.B. Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt, Minderjährige bis 18 Jahren zahlen den Studentenpreis.

Für Peruaner und die Nachbarländer Bolivien, Kolumbien und Ecuador kostet Machu Picchu 64 S./ (ca. 17,20 €).

Tickets können direkt bei der offiziellen Seite von Machu Picchu gebucht werden.

 

Weitere Vorschriften in Machu Picchu sind:

  • Rucksäcke oder Taschen größer als 40x35x20 cm dürfen nicht mit in die Ruinenstadt genommen werden, größere Taschen können an einer Garderobe abgegeben werden
  • es darf KEIN ESSEN mit nach Machu Picchu genommen werden
  • Alkohol ist strengstens verboten
  • „Verbotene Substanzen“ dürfen ebenfalls nicht eingeführt werden
  • Sprays sind ebenfalls grundsätzlich verboten (Deo, Sonnenschutz, Haarspray, Pfefferspray usw.)
  • Spitze Gegenstände und Waffen sind natürlich auch verboten (also auch kein Taschenmesser oder Ähnliches vom Trekking!)
  • Schuhe mit Absatz (Stöckelschuhe, Pumps oder ähnliches) sind verboten, aber auf diese dumme Idee kommen vermutlich eh die wenigsten Reisenden
  • Auch nackt darf man nicht durch Machu Picchu laufen (Alles schon passiert! – Kaum zu glauben, oder?)
  • Das Besteigen von Mauern ist ebenfalls verboten, auch darf nichts aus Machu Picchu mitgenommen werden (keine Steine oder ähnliches!)
  • Graffiti sind in Machu Picchu ebenfalls verboten, die Steine dürfen nicht bemalt werden. Wir haben selbst leider schon das Gegenteil gesehen ….

 

Auch wenn manche Vorschriften übertrieben erscheinen, im Grunde wird nur verlangt, dass man sich wie ein normaler Mensch verhält. Manchmal ist es kaum zu glauben, was manche Leute für ein Theater in Machu Picchu veranstalten, von Fotos mit nackten Hintern über Feuer in den Ruinen. Machu Picchu war und ist ein heiliger, mystischer Ort, auch wenn das im Zuge der Besucherströme manchmal vergessen wird. Somit kann man die Verhaltensregeln eigentlich ziemlich gut verstehen und sollte sich ganz einfach danach richten.

 

Die neuen Änderungen ab Juli 2017 – sinnvolle Maßnahme oder lästiges Übel?

 

Man kann sich vermutlich darüber streiten, ob die Maßnahmen in Machu Picchu gut sind oder nicht. Natürlich schränkt das Reisende ein, limitiert ihre Möglichkeiten das Weltkulturerbe zu entdecken und erfordert mehr Planung als vorher.

 

Dennoch: Wir halten diese Änderungen für nötig, schließlich sollen noch viele weitere Generationen diese fantastische alte Inkastätte entdecken dürfen.

Der Tourismus in Peru befindet sich in einem stetigen Wachstum, mehr als 3 Millionen ausländische Touristen haben 2016 Peru bereist und Machu Picchu hatte letztes Jahr deutlich mehr Besucher als in den Jahren zuvor (allein zu 2015 ist die Zahl um 8 % gestiegen, in den letzten 5 Jahren um 38 %)!

 

Diese starken Besucherströme müssen natürlich irgendwie geregelt werden. Darum sollte man die neuen Vorschriften einfach locker nehmen, sich darauf einstellen und sich auf seinen Besuch in Machu Picchu freuen. Denn auch Guides, Schichten und Vorschriften ändern nichts an dem unglaublichen Gefühl, wenn die alte Inkastadt plötzlich zwischen Bergen und Nebelwolken auftaucht – oder was meinst du?

 


 

 

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