Surfen in Peru – 5 Gründe, warum du in Peru die perfekte Welle findest

Surfen in Peru – das macht nicht jeder! Viele Reisende kommen nach Peru um Machu Picchu zu besuchen, ein Trekking durch die Anden zu machen oder über dem Titicaca See zu schippern. In diesem Beitrag zeigen wir dir das „andere Peru“ – zwischen staubigen Küstenstraßen und Ceviche, zwischen Fischerdörfern und Surfer Life. Surfen hat in Peru nicht nur eine lange Tradition, auch einige der erfolgreichsten Surfer haben ihre ersten und größten Wellen in Peru geritten. Jedes Jahr finden unzählige Surfmeisterschaften statt und selbst wenn man nicht zum Surfer wird, so lohnt sich eine Reise an den Strand, alleine wegen dem „Feeling“, der Surfer-Atmosphäre. 


 

Wir wiederholen uns, wenn wir sagen, dass Peru so viel mehr zu bieten hat als „nur“ Machu Picchu. Nicht umsonst heißt es „Costa, Sierra, Selva“ – Küste, Berge und Regenwald. Und es lohnt sich, auch die anderen Regionen kennenzulernen. In unserem Reiseführer QUER DURCH PERU zeigen wir dir verschiedene Reiserouten, sodass du alle Landschaftszonen Perus und Erlebnisse abseits der Touristenpfade kennenlernen kannst. 

 

 

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2.300 Kilometer Pazifikküste und perfekte Wellen – 365 Tage im Jahr

 

Seien wir ehrlich – wenn wir an Peru denken, dann sind das nicht unbedingt die Surferdörfchen und Wellenreiter die uns in den Sinn kommen, oder? Dabei gibt es davon wirklich einige – doch offenbar hat sich Peru bisher nur in Surfer Insiderkreisen als Hotspot für die perfekte Welle herumgesprochen.

 

Über 2300 Kilometer Küste hat Peru, die sich von Chile bis nach Ecuador zieht. Zugegeben, es sind keine klassischen Traumstrände mit weißem Sand und Kokosnusspalmen – wir sind hier schließlich nicht in der Karibik, sondern an der wilden Pazifikküste. Die Küstenlandschaft ist eher trocken und staubig, doch die Wellen können sich wirklich sehen lassen! Wild brausend lockt der Ozean Surfer aus der ganzen Welt an und so finden regelmäßig verschiedene Surfermeisterschaften an den peruanischen Stränden statt. In den kleinen Städten und Dörfern am Pazifik findet man ein Peru ganz abseits vom Inka-Kosmos und mystischen Bergwelten. Hier herrschen die „buenas vibras“, die guten „Vibes“ und zwischen Surfbrettern und Lagerfeuer Mentalität beginnt man diesen unperfekten Flecken Erde zu lieben, denn authentisch ist es hier zwischen staubigen Gassen, steiniger Felsenküste, den kreisenden Pelikanen und Fischerbooten allemal.

 

Einen schönen Eindruck von der Küste Perus gibt auch dieses Video:

 

 

Die perfekte Welle kann man hier übrigens das ganze Jahr genießen, doch besonders gut eignen sich die Sommermonate von November bis März, denn hier wird das Meer meist ein klein wenig wärmer. Ansonsten ist der Pazifik an Perus Küste eher frisch, das liegt am Humboldtstrom, dessen kalte Wassermassen auch für das trockene Klima an Land und den Fischreichtum verantwortlich sind.

 

Die meisten Surfspots befinden sich rund um Lima sowie im Norden bei Trujillo (Huanchaco, Salaverry, Chicama, Pacasmayo) und weiter nördlich bei Máncora und Tumbes (z. B. Lobitos, Zorritos usw).

 

Perfekte Surfspots für jedes Level

 

Perus Küsten bieten Wellen für jedes Level. Solltest du also noch nie auf dem Brett gestanden haben, dann ist das deine Chance! Wir haben ebenfalls in Peru surfen gelernt und können das Land auch für Anfänger bedenkenlos empfehlen. Keine Sorge, du fängst an Stränden und Buchten mit niedrigen Weißwasser-Wellen an, im Grunde surfst du also nur auf dem Schaum der Wellen mit, die bereits vorher gebrochen sind. Somit machst du erste Erfahrungen, lernst, wie schwer Arme nach nur wenigen Minuten des Paddelns sein können, und merkst ebenso, dass all die Anstrengung wieder vergessen ist, wenn du dann endlich auf deiner ersten eigenen Welle surfst.

 

Doch auch erfahrene Surfer haben in Peru ihren Spaß, denn die eigentlichen Wellen brechen natürlich schon viel früher und so reihen sich die Profis im Line-Up, um die richtigen Wellen zu surfen, die in Peru auch mal mehrere Meter hoch werden können. Es finden regelmäßig Weltmeisterschaften und andere Wettkämpfe statt, eine Übersicht wann und wo diese stattfinden findest du hier

 

Günstig Surfen lernen in Peru

 

Gerade für Anfänger eignet sich Peru als guter Lernort, denn Surfunterricht („clases de tabla“) ist hier sehr bezahlbar. Für knappe 15 € lernst du hier in Kleingruppe auf deiner ersten Welle zu reiten. Anfangen tut alles an Land. Professionelle Surflehrer wärmen sich mit dir auf, wichtige Dehnübungen werden gemacht und es wird trainiert, wie man im liegen aufspringt und auf dem Brett einen sicheren Stand entwickelt. Dann geht es hinauf auf’s Wasser wo dir dein Surflehrer hilft mit deiner ersten Welle zu paddeln und schließlich zu reiten.

 

Wir haben in Huanchaco (Trujillo) gelernt zu surfen und können folgende Surfschulen empfehlen:

 

Muchik Surfschool

The Wave

Indigan Surfschool

Doch auch in Lima finden sich unzählige Surfschulen, die sich speziell auf Anfänger ausgerichtet haben.

 

Surfen wie die Ureinwohner – Caballitos de Totora

 

Auch wenn der Ursprung des Surfens traditionell aus Hawaii kommt, so gibt es jedoch Jahrtausende alte Kulturen, die bereits mit Surfbrett-ähnlichen Boten aufs Meer hinaus gefahren sind. Die Moche und Chimú Kulturen der Nordküste lebte bereits vor über 2000 Jahren an der Küste Perus und fuhr schon damals mit Booten aus Schilf hinaus aufs Meer zum Fischen. Noch heute finden sich diese Boote, „Caballitos de Totora“ genannt, am Strand von Huanchaco und noch heute fahren Fischer jeden Morgen damit aufs Meer um frischen Fisch zu fangen, den man am selben morgen noch zappelnd auf dem kleinen Markt von Huanchaco kaufen kann. Eine echte, jahrtausende alte Tradition, die bis heute fortbesteht!

 

Viele Surfer haben bereits versucht auf diesen Caballitos zu surfen.

Nette Fischer nehmen dich übrigens gegen ein kleines Trinkgeld mit aufs Meer und du kannst mit den Wellen mitpaddeln – ein echter Touri-Spaß, aber eigentlich wirklich ganz witzig. Denn wo kann man schon so eine lebendige Tradition einmal selbst ausprobieren?

 

 

 

Die längste Welle der Welt – Chicama in Puerto Malabrigo

 

Wie wir wissen, ist Peru ein Land der Superlative. Und da dürfen auch die peruanischen Wellen nicht fehlen. In Chicama wartet auf echte Wellenreiter die längste (linksbrechenden) Welle der Welt – bis zu 400 Meter und mehr! Wenn du einmal stehst, dann surfst du, und surfst, und surfst einfach e-w-i-g l-a-n-g. Was für ein Gefühl!

 

Im kleinen verschlafenen Nest Puerto Malabrigo ist nicht wirklich viel los, viele kommen tatsächlich nur für die Welle dorthin. Viele Surfer bleiben in Trujillo oder Huanchaco und reisen als Tagestour nach Chicama um einmal diese wirklich perfekte Welle reiten zu dürfen.

 

 

Doch nicht nur zum Surfen lohnt sich die nördliche Küste. Hier wartet eine wahre Schatzkammer und zahlreiche teils unbekannte prä-inka Ruinen, die extrem gut erhalten sind. In unserem Reiseführer QUER DURCH PERU zeigen wir dir, wie du die nördliche Küste in deine Route mit einbindest und unsere Cityguides zeigen dir die schönsten Übernachtungsmöglichkeiten und Restauranttipps.

 

 


 

 

QUER DURCH PERU wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:

 

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